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Tür mit Herz in french linen

Ihr kennt das – da hat man Jahrzehntelang treue Dienste verrichtet und findet sich plötzlich in der hintersten Ecke des Kellers oder der Garage wieder. Z. B. als Tür, wenn die Menschen plötzlich gern mehr Weite erzeugen möchten oder einfach nicht so die Türen-Typen sind.

Eine neue Aufgabe für die Küchentür

vorher

vorher

Auch im Hause nic gab es eine solche Tür. Das Haus ist einfach furchtbar klein und da ist eine Tür schnell mal im Weg. Egal, in welche Richtung sie sich öffnet und egal, wie dünn sie sich macht. Und so musste die ehemalige Küchentür tatsächlich ein paar Monate in der Garage verbringen. Dank meines Faibles für Deko und exzessive Pinseleien, kam aber jetzt die Rettung in Form von french linen – einem Chalkpaint-Farbton, den ich unbedingt mal testen wollte. Warum nicht eine Tür zum Schmuck-Board umfunktionieren?, dachte ich mir, bestellte die Farbe und besorgte ein paar Schraubknöpfe, die man z. B. zum Aufhübschen von Schränken nutzen kann. Schon beim legendären Schmuck-Board, das bei mir im Schlafzimmer wohnt, hatten sie hervorragende Dienste geleistet.

Farbliche Überraschung

french linen

french linen

Als ich endlich das Töpfchen mit der Farbe in Händen hielt, war ich zunächst etwas überrascht. Angekündigt als „cooles, neutrales Khaki-Grau“, entpuppte sich mein french linen eher als relativ sattes Oliv mit Grau-Tendenzen. Aber: Trotzdem eine tolle Farbe, also nichts wie rauf auf die Tür damit. Zusammen mit dem french linen hatte ich mir auch zum ersten Mal einen Topf dunkles Wachs bei den Shabby Sisters bestellt. Und so bekam die Tür nach den Anstrich mit der Farbe ein Finish mit hellem und dunklem Wachs. Wichtig hierbei ist es, immer erst helles Wachs aufzutragen, sonst lässt sich evt. zuviel genutztes dunkles Wachs nicht wieder entfernen. Allerdings kommt das dunkle Wachs auch erst so richtig toll zur Geltung, wenn die Farbe oder der Untergrund etwas uneben ist (Farbe dicker auftragen), da es sich optimal in kleine Rillen setzt. Wie auch immer – ich bin ganz verliebt in die alte Küchentür mit dem neuen Gesicht. Hier das Ergebnis.

Tür mit Herz

Tür mit Herz

Bisher habe ich allerdings nur einen der Knöpfe angeschraubt. Und vielleicht bleibt das auch genau so. Vielleicht aber auch nicht. Das ist ja das Schöne am Do-it-yourself-Werkeln. Es gibt immer irgendetwas zu Pinseln, Schrauben, Basteln. Und für die Schraubknöpfe wird sich in jedem Fall ein schöner Platz finden. In diesem Sinne: Dekoratives Wochenende!

knoepfe

NicMag

Veröffentlicht von

Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

7 Kommentare

  1. Avatar

    Hallo Nicole,
    gute Idee mit der Tür. Wir haben auch eine Tür in der Küche ausgehängt, weil sie einfach nur Platz weggenommen hat und immer offen stand. Jetzt steht in der Ecke ein kleiner Schrank und der Platz wird besser genutzt.
    Viele Grüße
    Claudia

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  2. Avatar

    Hallo Nicole,
    die Tür ist zum Wertstoffhof gebracht worden. Hätte ich den Artikel früher gelesen, hättest Du Sie haben können. Sie war allerdings nicht so schön wie die auf dem Bild oben.
    Viele Grüße
    Claudia

    Antworten

    • NicMag

      Na, dann soll sie da mal in Frieden ruhen :) Ich habe ja im Keller noch zwei ganz urige Türen. Aus alten Bohlen gezimmert. DIE würde ich gern irgendwann aufarbeiten.

      Antworten

  3. Pingback: Zeig mir deine Tasche: nic

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