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Zu Gast im Eimsbüttler Tee Kontor

Rebecca Wulf im Eimsbüttler Teekontor

„Und was ist mit Tee?“ Es gibt nur wenige, die diese Frage ähnlich kompetent beantworten können wie Rebecca Wulf vom Eimsbüttler Tee Kontor. Einem Teeladen wie aus dem Bilderbuch. Mit zahllosen, glänzenden Dosen, aus denen es verheißungsvoll nach über 300 verschiedenen Teesorten aus aller Welt duftet, aber auch vielen Leckereien und Geschenkideen von Schokolade und Ingwerstäbchen über edles Meersalz und Pasta bis hin zu liebevoller Deko.

Nicmag im Eimsbüttler Teekontor

Das Eimsbüttler Teekontor

Das Eimsbüttler Teekontor

Klar, dass ich mir ein solches Schmuckstück des guten Geschmacks mal genauer anschauen musste. Seit 16 Jahren ist das Teekontor der Lieblingsarbeitsplatz von Rebecca Wulf. „Meine ersten Erfahrungen mit Tee sammelte ich schon während der Schulzeit, als ich regelmäßig bei einem Teestand und einem Teegeschäft aushalf,“ erzählt Rebecca mir bei einem Tässchen „Tee zum Flanieren“. Eine Formulierung, in die ich mich als bekennende Liebhaberin der deutschen Sprache natürlich spontan verliebte. Flanieren – das klingt doch viel schöner als „to go“, auch wenn das Prinzip dahinter das gleiche ist. Menschen, die auf der Hamburger Osterstraße einkaufen oder bummeln, bekommen bei Rebecca einen Tee zum Mitnehmen. Und den Erlös spendet die Geschäftsfrau auch noch für einen guten Zweck.

Auf Umwegen zum Tee

Aber zurück zu den Anfängen. Trotz erster Tee-Erfahrungen studierte Rebecca nach dem Abitur zunächst Musik und arbeitete als Klavier-Lehrerin. Die Liebe zum Tee blieb ihr allerdings erhalten. „Oft sagte ich halb scherzhaft: Wenn ich mal einen reichen Mann heirate, lass ich mir von ihm einen Teeladen einrichten,“ erzählt Rebecca und lacht dabei. Besagter Mann war dann schließlich gar nicht nötig, um den Traum wahr werden zu lassen. Als es schwierig wurde, die Klavierstunden mit der Betreuung ihres heute erwachsenen Sohnes zu vereinbaren, entschied Rebecca sich, ihr eigenes Geschäft zu eröffnen. Statt des reichen Mannes überzeugte sie Banken, ihr das Startkapital zur Verfügung zu stellen. Und sie eignete sich vorher noch fundierte Kenntnisse zu Tee und Teemischungen an, um auch ganz besondere Kreationen anbieten zu können.

Schokolade, Risotto, Fahrrad-Vasen …

Besonders beliebt im Eimsbüttler Tee Kontor sind nämlich Mischungen wie der Osterstraßentee oder Morgenduft die Rebecca selbst kreiert hat. Auch Sonderwünsche erfüllt sie gern. Im Laufe von 16 Jahren wuchs das Sortiment des Eimsbüttler Tee kontors so immer weiter an. „Ursprünglich wollte ich wirklich nur Tee verkaufen,“ erzählt Rebecca, „aber davon allein könnte ich vermutlich nicht existieren. Deshalb halte ich immer die Augen auf nach Produkten, die zum Tee Kontor passen.“

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Schokolade und andere Süßigkeiten, Pasta, Risotto, Meersalz, Kaffee aber auch Deko, wie z. B. entzückende Vasen für das Fahrrad – das alles gibt es heute bei Rebecca zu kaufen. Und die (Stamm-)Kunden wissen es zu schätzen.

Miss Sweet

Das Eimsbüttler Teekontor Dickmadame

Die Dickmadame

Davon zeugt auch die Dickmadame, die über die Süßigkeiten am Verkaufstresen wacht. „Sie ist ein Geschenk von Kunden zum 10. Jubiläum des Ladens gewesen. Ihr Name ist Miss Sweet und ihre Uhr steht auf 5 Uhr, passend zum 5 Uhr-Tee,“ verrät Rebecca mir. Eine süße Geschichte, in jeglicher Hinsicht. Und man wünscht sich sofort, dass Rebecca und ihre Dickmadame noch viele Jahre erfolgreich ihr Tee Kontor betreiben. Denn genau diese kleinen und liebevoll geführten Geschäfte sind es, die jeder Einaufsstraße ein besonderes Flair verleihen. In diesem Sinne: Vielleicht mal wieder ein Tässchen Tee? Weitere Infos zum Sortiment gibt es auch auf der Homepage des Ladens und das Eimsbüttler Teekontor ist auch bei facebook zu finden. Rebecca freut sich natürlich auch über (virtuelle) Besucher, die nicht in Hamburg leben.

Und alle, die persönlich vorbeischauen möchten, finden das Teekontor in der Osterstraße 170 in 20255 Hamburg, Tel: (040) 43 27 17 47

Veröffentlicht von

Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

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