Artikel
6 Kommentare

Motivation – so geht’s!

motivation im Hause nicmag – kein Thema!

Seit ziemlich genau 10 Jahren arbeite ich als freie Journalistin, bin also selbstständig. Und quasi pünktlich zu diesem Jubiläum habe ich eine Blogparade zum Thema Motivation bei Selbstständigen ans Herz gelegt bekommen. Feine Gelegeneit, dazu mal ein paar Worte abzusondern.

Nun ergab es sich damals, Ende 2003, dass ich eigentlich eher spontan in diese Selbstständigkeit rauschte. Ich gehe die Dinge ja gern spontan an. Häuserbau, Job-Entscheidungen, Schuh-Kauf – wo andere lang grübeln, bin ich – zack – dabei. Aber zurück zum Thema: Ich beschloss also ziemlich von jetzt auf gleich, meine damalige Festanstellung bei einer großen Programmzeitschrift zu kündigen, um fortan freiberuflich zu schreiben. Es hatte ein bisschen gerumpelt in den Arbeitsabläufen und auch kommunikationstechnisch lief es eher suboptimal. Also raus aus dem Laden. Eine Entscheidung, die ich bis heute nie bereut habe. Ich arbeitete auch danach noch viele Jahre für diese Zeitschrift, aber eben nicht ausschließlich. Es erschlossen sich viele neue Jobs, Themenbereiche, Geschichten, Auftraggeber. Letztlich ist aus dieser Selbstständigkeit ja auch nicmag entstanden.

Ohne Motivation bin ich nicht gut in dem, was ich tue

Nun aber zur Motivation: Ohne geht es natürlich nicht. Meines Erachtens gilt das gleichermaßen für Angestellte wie für Selbstständige. Ohne Motivation bin ich nicht gut in dem, was ich tue. Und dann kann es auch nicht gut laufen. Im schlimmsten Fall ist das Scheitern vorprogrammiert. Als Selbstständige (Einzelkämpferin) trage ich alle Verantwortung für meinen Laden selbst. Und vor allem gibt es keinen, der auf die Idee käme, mich motivieren zu wollen mit einer Prämie vielleicht oder einem Sommerfest oder auch nur einem dicken Lob. Wer also mit dem Gedanken liebäugelt, sich auf eigene Beine zu stellen, sollte zu 100 Prozent motiviert sein und das, was er zu seinem beruflichen Lebensinhalt macht, auch wirklich lieben. Das ist natürlich nur meine Meinung, aber ich denke, sie ist leicht nachvollziehbar.

Die Säulen meiner beruflichen Motivation:

freiarbeitenmotivation

Aus den fruehen Jahren meiner Selbststaendigkeit – auch andere wollen ernaehrt werden

Spaß an der Sache Ich liebe es, Geschichten zu entdecken, zu kreieren und zu schreiben. Interviews zu führen, vor Ort zu recherchieren, einen Erzählfaden zu entwickeln und dann alles in die richtigen Worte zu packen macht mir Spaß. Das ist ein Motivationsfaktor, der so leicht nicht zu toppen ist. Ich muss mich nicht zur Arbeit quälen. Egal, ob ich in einen Verlag gehe oder von zu Hause aus schreibe. Ich liebe, was ich tue. Mehr Motivation geht wohl kaum.
Das Thema Lebensunterhalt Ich weiß ja nicht, wie das bei Ihnen und euch ist, ich für meinen Teil habe leider bisher weder im Lotto gewonnen, noch überraschend ein paar Milliönchen von einer bis dato unbekannten Erbtante überlassen bekommen. Mit anderen Worten: Wenn ich etwas zu beißen haben möchte, muss ich dafür arbeiten. Und da ich nicht die Einzige bin, die in diesem Haushalt mal ein Hüngerchen schiebt, die anderen aber im Wesentlichen noch keinen Verdienst haben, ist die Motivation zu arbeiten, gleich mehrfach gegeben. Sprich: Natürlich ist auch das Geld ein Motivationsfaktor.

Alles gelogen?

Das sind sie also, die zwei Säulen. Eins ist aber auch klar: Käme der Lottogewinn um die Ecke, würde ich trotzdem weiterhin schreiben und bloggen sowieso. Und falls jetzt einer denkt: Die muss doch auch mal keinen Bock haben, das ist doch alles gelogen – Natürlich gab es auch schon Geschichten, die mir nicht so lagen, mit denen ich mich schwer getan habe. In solchen Fällen greift wohl mein Ehrgeiz, es trotzdem zu schaffen. Oder, wenn es denn gar nicht geht, auch die ehrliche Erkentnis: Diese Geschichte ist nichts für mich, die übernehme ich nicht. Dann hab ich wieder Energie für anderes frei, das mir besser von der Hand geht.

Einfach mal im Liegen wachschreiben

Ich verrate Ihnen und euch aber auch noch, womit ich mich immer schon schwer getan habe: Morgens (früh) aufstehen. Das fällt mir brutal schwer. Was für ein Glück also, dass ich selbstständig bin – so kann ich manchmal einfach auch im Liegen arbeiten und mich schon mal flink wachschreiben, bevor ich aufstehe! In diesem Sinne: Schönen Sonntag und eine motivierte Woche 🙂

Veröffentlicht von

Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

6 Kommentare

  1. Herrlich, im Liegen kann ich ja nicht arbeiten, aber da ist jeder anders 🙂
    Und was ist denn jetzt mit den Lotto-Millionen, die gestern aufs Konto rollen sollten?

    Antworten

  2. Im Liegen wach schreiben ist ja eine herrliche Idee 🙂 Würde bei mir nicht funktionieren, mein Hirn braucht erst mal eine lange Warmlaufzeit und jede Menge Kaffee. Klingt aber sehr entspannt 🙂

    Antworten

    • Schreiben kann ich in fast jedem Zustand. Auch ganz spät noch, wenn ich eigentlich das Gefühl habe, mein Gehirn ist schon abgeschaltet. Dann wundere ich mich immer am nächsten Tag, dass die Texte doch relativ arm an Fehlern sind 😉

      Antworten

Schreibe eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.