Artikel
6 Kommentare

Vodafone – Die Super-Wochenend-Flat-Verarsche (2)

vodafone ersatzkarte

Es ist eine lange Geschichte, diese Sache mit Vodafone, der Super-Wochenend-Flat, meiner eigenen Dusseligkeit und ihren Folgen. Deshalb habe ich sie in zwei Teile gesplittet. Teil 1 findet ihr hier – danke für die Anteilnahme von allen Seiten. Nun folgt der zweite Streich.

Die Preise steigen: 84 Euro netto für 161 KB Datennutzung …

Wir erinnern uns: Gestern früh trudelte die erste Rechnung nach dem ganzen Drama ein, in freudiger Erwartung der versprochenen Gutschrift, las ich sie direkt um kurz vor 7 Uhr am Morgen. Ein Fehler, nicht der erste, wie aufmerksame Leser wissen …

Vodafone – Die neue Rechnung

Vodafone – Die neue Rechnung

Zwar fand sich die Gutschrift von 100 Euro wie angekündigt auf der Rechnung, dennoch beläuft sich die Rechnungssumme noch auf stattliche 76 Euro. Genauer: 76,59 Euro. Hoppla! Wie konnte denn das nur wieder passieren? Tja, zusätzlich zum üblichen Grundtarif, den leidigen 4,95 Euro für die Super-Wochenend-Flat – ah, ich sehe gerade, dass ich da auch noch 4 Euro und ein paar zerplatzte für nicht genutzten Mindestumsatz des überflüssigen Vertrages zahle, heiliges Kanonenrohr …

Also, abzüglich der Rabatte und der Gutschrift, berechnet Vodafone mir diesmal noch 12,52 Euro (netto) für die Wochenend-Flat-Ersatzkarte, die ich nicht hatte haben wollen und es fallen erneut 84 Euro für eine Datennutzung mit besagter, inzwischen längst zerstörter Karte an:

Vodafone – Stolze Preise …

Vodafone – Stolze Preise …

Diesmal allerdings habe ich nicht 1,2 MB verbraucht, nein, diesmal berechnet man mir 84 Euro für – festhalten – 161 KB … Kilobyte, genau, wir reden also von einem winzigen Datenvolumen, das angeblich genutzt wurde – wohlgemerkt, während besagtes Telefon zu Hause im WLAN rumlag. Und dafür soll ich jetzt 84 Euro plus Mehrwertsteuer zahlen. Schaut man sich den Verlauf an, wird das Ganze noch absurder. Da sind Nutzungen von bis zu 132 MB aufgelistet, die mich keinen Cent kosten. Denn: Richtig! Ich habe ja einen tollen Vertrag mit allem Pi-Pa-Po …

Meine Geduld ist am Ende

So und nicht anders sieht es aus. Irgendwas läuft doch da gehörig schief. Und deshalb habe ich nach kurzem Überlegen nicht nur angefangen, die ganze Geschichte für euch da draußen aufzuschreiben, sondern auch folgende Nachricht an Vodafone selbst formuliert:

Nachricht an Vodafone

Nachricht an Vodafone

Eine Antwort habe ich darauf in den letzten 24 Stunden nicht erhalten. Wie es jetzt weitergeht, kann ich also noch nicht abschätzen. Allerdings bin ich doch einigermaßen sprachlos über die gesamte Geschichte. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ein so großer Mobilfunkanbieter mit Methoden dieser Art arbeitet.

Warum schreibe ich das alles auf?

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich die Geschichte hier auf nicmag erzählen soll. Eigentlich ist der Blog ein Ort für schöne Geschichten und soll Freude verbreiten. Zudem war es mir, wie schon erwähnt, ziemlich peinlich, dass ich offensichtlich zwei Verträge abgeschlossen hatte ohne dies überhaupt zu merken. Gute Güte, wie konnte mir so etwas passieren? Ich schließe grundsätzlich keine Verträge oder auch nur Zusatzoptionen für meine Verträge telefonisch ab. Zudem recherchiere ich meistens relativ gründlich, bevor ich überhaupt irgendetwas abschließe und setze dann auch gern selbst meine Häkchen an der richtigen Stelle.

Drei Ex-Kunden auf einen Streich

Tja und trotzdem ist es passiert. Ausgerechnet an dem Tag, an dem ich beschloss, einfach mal in einen Vodafone-Shop zu gehen und dort einen freundlichen Mitarbeiter um Hilfe zu bitten. Ganz großer Fehler! Freundlich war der Herr W., keine Frage, und ich vermute auch stark, dass er ganz einfach seinen Job erledigt hat. Dass es also zum System gehört, ein bisschen zu plaudern und ganz nebenbei noch die eine oder andere Option für den Kunden zu buchen, die dieser zwar nicht braucht, die aber dem Unternehmen über viele Monate ein Zusatzsümmchen einbringt.

Hochgerechnet auf hunderttausende von Verträgen vermutlich ein gigantisches Geschäftsmodell. Sehr unschön und aus meiner Sicht auch sehr kurzsichtig. Mich hat Vodafone als Kunden für alle Zeiten verloren. Und auch die Prepaid-Karten meiner Kinder werden ganz sicher nicht in Vodafone-Verträge umgewandelt. Dabei sind beide von Vodafone, ich hatte mal gedacht, es wäre praktisch, wenn die ganze Familie bei einem Provider ist, damals … Drei Ex-Kunden auf einen Streich – so gesehen nicht wirklich ein Geschäftsmodell mit Zukunft …

Wie ist es euch ergangen?

In verschiedenen Gesprächen zeigte sich außerdem, dass es in meinem Umfeld noch andere Vodafone-Kunden gibt, die z. B. über die Gestaltung der Rechnungen rätseln. Bei Recherchen im Netz stieß ich auf diese Geschichte, die Mutter des Autors verließ einen Vodafone-Shop mit völlig absurden Vertragskonstellationen. Ich bin mir also ziemlich sicher, dass da draußen noch viele Menschen sind, die etwas ähnliches erlebt haben.

Also: Lasst mich wissen, wie es euch ergangen ist. Schreibt mir eine Mail oder hinterlasst einen Kommentar. Ich finde, es ist an der Zeit, dass wir wenigstens andere davor bewahren, auf diese oder eine vergleichbare Masche reinzufallen …

Sollte sich etwas neues in meiner Angelegenheit ergeben, lasse sich es euch natürlich auch wissen. In diesem Sinne: noch einen bezaubernden Tag – Ach, wisst ihr was – nach so einer Geschichte haben wir uns ein Katzenfoto verdient. Nehmt dies und macht es euch nett 🙂

katze Waschbecken

Fred

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Veröffentlicht von

Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

6 Kommentare

  1. Pingback: Vodafone und die Super-Wochenend-Flat-Verarsche (1)

  2. Bei mir heißen sie ja nur noch Voodoo-Phone. Und die Kommunikation mit diesem Ungetüm hat bei mir kafkaeske Formen angenommen…

    Antworten

  3. Ähnliches ist mir auch passiert. Mich erreichte ein Anruf von Vodafone, ein freundlicher Mitarbeiter fragte mich, ob ich es nicht gut finden würde, wenn man mir eine Ersatz-Sim-Karte zur Verfügung stellen würde, falls mein Handy mal verloren geht, geklaut wird oder so. Ich wäre ja auch bereits langjährige Kundin und dafür wolle man sich bedanken. Natürlich habe ich Ja gesagt. Eine SIM-Karte habe ich dann auch erhalten. Und etwas später eine Rechnung in Höhe von knapp 100 Euro – für einen zweiten Vertrag. Davon war natürlich nie die Rede. Ich habe sofort Widerspruch eingelegt, dafür allerdings auch meine berufliche Email-Adresse genutzt, was ich bisher noch nie gemacht habe. Und schon nach kurzer Zeit wurde mit das Geld erstattet. Ich habe mich ebenfalls bedankt – indem ich den Vertrag sofort gekündigt habe. Nie wieder Vodafone.

    Antworten

Schreibe eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.