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Yoga – Lässig verbiegen mit nic und YouTube!

„Yoga? Liegt man da nicht im Wesentlichen rum?“ – diese Frage stellte mir kürzlich ein sehr geschätzter Kollege, als ich ihm erzählte, dass ich den Tag gern mit ein bisschen Yoga beginne. Nun, es ist nicht ganz so. Deshalb habe ich heute mal meine Lieblings-Yoga-Videos für euch zusammengestellt. Vielleicht mag ja der eine oder andere da draußen es auch mal versuchen.[Weiterlesen]

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Nic mag Ein- und Ansichten über Meditation

Auf dem Weg zu einem wirklich mögenswerten Dasein testet nic nicht nur so praktische Dinge wie Mähroboter, Schädlings-Apps oder Autozüge  – auch Methoden, die sie vor einiger Zeit noch als Eso-Kacke verworfen hätte, kommen in die engere Wahl und zum Einsatz. Und so ist seit einigen Jahren zum Beispiel Andrea Mohinilein Degenhardt ein fester Bestandteil von nics Leben.

Ich lernte sie im Sportstudio meines Vertrauens kennen, als ich mich zum ersten Mal in einen der bis dahin gern belächelten Ooooommmm-Kurse begab. Das Tolle an Andrea: man darf über lustige Yoga-Figuren kichern, man darf sich lachend auf die Schenkel schlagen, wenn sie tiefschürfende Wahrheiten über die Verbindung Lunge-Dickdarm verkündet.

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Aber ich schweife ab. Vor kurzem war Andrea so lieb, mir ein paar weise Worte und Erkenntnisse zu einem, bzw. zwei ihrer Fachgebiete zu schenken. Doch sehen Sie selbst:

Wie bist du zur Meditation gekommen?

Um ehrlich zu sein, war meine erste Erfahrung mit Meditation ein totales Desaster…

Mein Sohn war gerade drei Jahre alt und ich betrieb mit meinem damaligen Mann ein Fitness-Studio. Das bedeutete mindestens 40 Arbeitsstunden in der Woche für jeden von uns. Ein guter Freund wollte mir eine Freude machen und lud mich zu einem Meditationsabend ein …

Ich ging in einem Hamburger Altbau die Treppe runter in gemütliche Räumlichkeiten mit vielen Fellen. Jeder nahm sich ein Fell und der kleinste und freundlichste Yogameister, den ich je gesehen habe, blickte uns liebevoll an. Als wir alle saßen wurde es still und stiller, dann noch stiller und für mich unerträglich still …

Meine Nase juckte und ich hatte den dringenden Impuls mit dem Knie zu wippen. Immer wieder blinzelte ich um zu gucken, ob sich vielleicht doch jemand bewegen würde. Keiner rührte sich, ich bekam Rückenschmerzen und dachte, dass ich gleich platzen würde, was natürlich nicht passierte… Es war unerträglich!

Ich entfernte mich immer weiter von der Vorstellung an nichts zu denken, weil meine Gedanken gerade in Beschleunigung gingen und ich mich als die totale Versagerin fühlte! Die 10er Karte, die mein Freund mir geschenkt hatte, überließ ich gern jemand anderem.

Kaum zu glauben, dass du heute selbst Meditations-Kurse gibst …

Aus heutiger Sicht ist mir meine Reaktion von damals vollkommen klar.

Das Wort Individuum bringt es auf den Punkt. Wir sind individuell und der eine entspannt in der Stille, der andere muss sich ausagieren, wie z. B. in einer bewegten Osho Meditation. Der Grundgedanke, „die Gedanken im Geist zur Ruhe zu bringen“ ist das Ziel. Und dieses Ziel wirkt dem Weg manchmal entgegen…

Viele denken: „ Wenn ich meditiere, darf ich an nichts denken“. Hmmm, haben Sie schon einmal  an nichts gedacht? Das ist die hohe Kunst des Zen. Wir müssen klein anfangen. Der Gedanke: „ich atme ein – ich atme aus“, ist hier eine hilfreiche Brücke.

Wenn ich dann noch akzeptieren kann, dass die Meditation nicht im perfekten Lotus-Sitz, sondern auch auf dem Stuhl oder sogar im Liegen praktiziert werden kann, hat die Meditation eine echte Chance auf Etablierung gewonnen…

Wie habt ihr dann doch noch zueinander gefunden – das Meditieren und du?

Meine erste GUTE ERFAHRUNG war einige Jahre nach diesem ersten Kontakt. Ich hatte einen spirituellen Lehrer mit dem ich das Sitzen übte, er sagte: „wenn es so richtig stressig ist, dann setz Dich 5 Minuten hin und atme“.

Das habe ich gemacht, als die Hütte brannte und ich nicht mehr ein noch aus wusste. Das Ergebnis war verblüffend…  Anschließend konnte ich wohlsortiert meiner Arbeit nachgehen, mein Puls war ruhiger und meine Fehlerquelle gering – ich war in meiner Mitte und konnte von hier aus agieren.

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Und heute gehört die Meditation zu deinem Leben …

Meditation heißt, in die Mitte kommen. Manchmal sage ich auch „das Auge des Taifuns“ dazu, weil hier Stille herrscht. Heute ist sie in mein Leben integriert, ich bin Yogalehrerin und Entspannungsexpertin. Habe viele Projekte wie Reisen, Seminare, Personaltrainings und Coachings zu koordinieren. Da ist es wichtig immer wieder zu selektieren und zu sortieren. Die Meditation lässt mich in der Mitte bleiben… Inzwischen ist es wissenschaftlich erwiesen, dass die Meditation entspannend wirkt, nicht nur auf den Geist und die Seele, sondern auch auf das Nerven-System und die Organe.

Und was hat es mit der Kontemplation auf sich? Übersetzt wird der Begriff mit Beschaulichkeit oder beschaulicher Betrachtung.

Kontemplation ist das Sich-Sammeln im Tun. Zum Beispiel schneide ich morgens mein Obst für den Obstsalat des Tages und bereite das Frühstück für meinen Sohn vor, das ist Kontemplation für mich…

Die Ruhe die ich dabei finde, lässt mich den Tag ordnen und mich so optimal auf mein Tagwerk vorbereiten. Das gilt auch für meine tägliche Yogapraxis, in der ich durch die Bewegungsabläufe und den Atem der mich begleitet, einen wohltuenden Rhythmus finde.

Oder auch das Abäppeln des Paddocks, es bedeutet das Absammeln der Pferdeäpfel vom eingezäunten Bereich, in dem die Tiere stehen. Auch diese Tätigkeit lässt mich kontemplieren… Bei dem Wort Kontemplation, haben wir Mönche die Laub fegen vor den Augen und das bringt es auf den Punkt.

Gleichförmige Tätigkeiten, die eine innere Ruhe herstellen, weil keine Zeitvorgabe existiert, lässt uns eintauchen und bei uns selbst ankommen. In dem Kontakt mich uns selbst finden wir Frieden und Ruhe.

Weitere Infos zu Andrea gibt es auf ihrer Homepage