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Shabby & Chic: Kartoffel-Kiste mit Inschrift!

Ich kann Sie und euch nur eindringlich warnen: Wer einmal anfängt, Möbel und Deko-Stücke mit Annie Sloan Chalk Paint umzugestalten, kann damit nicht mehr aufhören und will alles nur noch shabby & chic haben. Man läuft infolgedessen permanent durch die Gegend und späht nach Objekten, die dringend einen neuen Anstrich brauchen.

Das Objekt – eine alte Kartoffelkiste

Das Objekt – eine alte Kartoffelkiste

In meinem Fall ist es sogar so, dass die Liste an Gegenständen, die ich umgestalten will, mich locker die nächsten Monate Wochen beschäftigen wird. Interessant ist allerdings auch, dass ich anfange, mich mit Themen für „Fortgeschrittene“ zu befassen. Und so kam ich auf die – wie ich zunächst fand – großartige Idee, eine alte Kartoffelkiste, in der ich bisher Brennholz lagerte, nicht nur mit Chalk Paint anzupinseln, sondern auch noch mit einem Schriftzug zu versehen. Wie gesagt, eine ziemlich coole Idee. Allerdings gehört dazu doch ein bisschen mehr, als mal eben aus der Hüfte ein bisschen rumzupinseln. Denn: Einfach so freihändig malt jemand wie ich (und vermutlich auch die wenigsten anderen) keine Schriftzüge auf eine Holzkiste.

Untergrund, Schriften, Malerkrepp

Doch nic wäre nicht nic, wenn sie nicht rausgefunden hätte, wie es geht. Und natürlich erfolgte der Selbstversuch sofort. Gut, das Ganze hat dann nicht die anvisierten 2 Stunden gedauert, sondern eher den ganzen Tag. Aber dafür zeige ich euch jetzt, wie ich es gemacht habe. Step by step. Das nennt sich dann learnig by watch nic do ;) Leider ohne Film, aber man kann nicht alles haben. An Material brauchte ich übrigens: zwei verschiedene Farben, Malerkrepp, Cutter-Messer, Pinsel und Rolle (nur Pinsel geht auch).

So geht es – Shabby & chic mit Inschrift leichtgemacht

Grundierung in petrol

Grundierung in petrol

Schritt 1: Den Teil der Kiste, an dem die Schrift später erscheinen soll, mit der Farbe der Schrift grundieren. In unserem Fall ein Petrol, das wir auch an der Wand unseres Esszimmers haben. Ausnahmsweise keine Chalk Paint, sondern ein Rest der Binderfarbe, aber auch das ist natürlich auch erlaubt. Ich habe bei der Gelegenheit auch gleich noch ein paar neue Nägel in die alte Kiste gehauen. Damit sie nochmal mindestens genauso lange lebt, wie jetzt bisher schon.

Augen auf bei der Wahl des Teams

Der Schriftzug

Der Schriftzug

Schritt 2: Auswahl der Schrift, gemeinsam mit dem Kreativ-Team. Es plädierte vor allem dafür, die Anfangsbuchstaben seiner Namen zu verwenden. So dass wir uns auf L & L Design einigten. Dann Schriftzug am Computer erstellt und ausgedruckt. Achtung: Jemand muss die Buchstaben später ggf. ausschneiden. Auf Kreativ-Teams ist in diesem Punkt leider nicht immer Verlass … Den Rest der Kiste haben wir in der Zwischenzeit übrigens auch schon einmal in der eigentlichen Farbe unserer Wahl grundiert (Annie Sloan Chalk Paint, old white).

Spontane Planänderungen gehören dazu

Buchstaben ausschneiden … mühsam

Buchstaben ausschneiden … mühsam

Schritt 3: Malerkrepp auf den Bereich kleben, in dem später der Schriftzug zu lesen sein soll. Im Nachhinhein stellte sich übrigens heraus, dass es sinnvoll ist, das Malerkrepp doppelt zu kleben. Es ist dadurch später stabiler und lässt sich besser ausschneiden und überstreichen. Desweiteren stellte sich heraus, dass niemand im Team gut darin ist und/oder Lust dazu hat, Buchstaben akkurat auszuschneiden. Deshalb gaben wir dieses Vorhaben nach dem & wieder auf ;)

Mit dem linken Fuß gemalt

handgemalt

handgemalt

Schritt 4: Statt dessen machte sich der Kopf des Kreativ-Teams (nic) daran, die Buchstaben halbwegs akkurat mit dem Bleistift per Hand (!) auf das Krepp zu übertragen. Hierfür werde ich mich demnächst mal auf die Suche nach Schablonen mit schönen Schriften machen. Das geht sicher noch schicker … Am Ende war ich mit dem Ergebnis zufrieden. Aber eigentlich hätte ich es – bei aller Liebe zum schäbbigen Schick – noch etwas akkurater haben wollen.

Liebevolle Laubsäge Cutter-Arbeit

das Negativ

das Negativ

Schritt 5: Mit dem Cutter-Messer müssen nun die Buchstaben ausgeschnitten werden, so dass nur noch der Schriftzug auf der Kiste prangt. Sozusagen wie ein Negativ des späteren Ergebnisses. Auch diese Arbeit verrichtete ich ohne Hilfe des namensgebenden Kreativ-Teams. Dies war längst mit anderen Dingen beschäftigt …

Weiße Schrift auf weißem Grund

Weiße Schrift auf weißem Grund

Weiße Schrift auf weißem Grund

Schritt 6: Nun wird der komplette Bereich inklusive der Krepp-Buchstaben mit der Farbe überpinselt, die der Rest der Kiste auch hat. In diesem Fall also old white. Spätestens jetzt zeigt sich auch, ob das Malerkrepp stabil genug ist. Vorteil: Beim Shabby-Look macht es ja nichts, wenn Konturen ein bisschen verwischen. Das gehört ja so :)

Das vorläufige Ergebnis

Noch feucht aber schön

Noch feucht aber schön

Schritt 7: Die Krepp-Buchstaben werden dann wieder von der Kiste abgezogen, so dass der petrolfarbene Schriftzug erscheint. Hierbei ist es ganz wichtig, die Farbe nicht komplett trocknen zu lassen. Das Maler-Krepp verbindet sich sonst zu fest mit der Kiste und dem Rest der Farbe. Man zieht die Buchstaben also noch feucht wieder ab und so sieht das dann aus.

Treppen-Lack oder Wachs

fertig lackiert

fertig lackiert

Schritt 8: Nachdem die fertige Kiste gründlich getrocknet ist, bleibt nur noch die finale Behandlung. Hierfür kann man natürlich Annie Sloans Wachs nehmen. Ich habe in diesem Fall ganz ordinären Treppen- und Parkett-Lack verwendet, den ich gerade an anderer Stelle in Gebrauch hatte. Er gibt der Kiste jetzt einen leichten Seidenglanz. Wachs wäre aber sicher genauso schick gewesen. Wir sind noch nicht ganz schlüssig, wozu die Kiste künftig dienen wird. Feuerholz ist jetzt wohl nicht mehr angesagt. Vielleicht will ja eine der Katzen darin wohnen. Wir halten euch auf dem Laufenden und haben erstmal ganz dekorativ ein Kerzchen in unserer Designer-Kiste entflammt :)

da geht dem Kreativ-Team ein Licht auf

da geht dem Kreativ-Team ein Licht auf

Hier noch einmal der Link zum Farbenshop. Ich muss auch dringend welche bestellen, mein Old White geht zur Neige und ich will auch auf jeden Fall endlich Florence und Emperor’s silk testen, vielleicht auch Aubusson, hach. Bis dahin: bunte Grüße!

NicMag

Veröffentlicht von

Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

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