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Nic mag Whitney Houston – die große Jahresendbeichte

Ich habe lange mit mir gerungen. Wir sind an einem Punkt, wo ich voll Stolz sagen kann, schon ein paar Stamm-Leserchen gewonnen zu haben. Diese sollten natürlich pfleglich behandelt werden. Schockierende Beichten könnten die zarten Bande in nullkommanix wieder zerstören.

Wir müssen reden!

Dennoch: Wir müssen reden! Also, das heißt nic kann nicht länger schweigen. Es liegt mir am Herzen, Ihnen und euch immer die Wahrheit zu sagen. Und deshalb riskiere ich jetzt den gigantischen Image-Schaden und bekenne: nic mag Whitney Houston.

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Betretenes Schweigen, entsetzte Gesichter. Ja ich weiß, DAS hätten Sie jetzt wirklich nicht erwartet … Ähh, ist noch irgendjemand da? Nicht? Na gut, dann kann ich ja ganz entspannt weiterbeichten, entre moi quasi. Ich weiß gar nicht mehr, wann das genau anfing. Es ist lange her. In Anbetracht der Tatsache, dass ihr Debüt-Album 1985 erschien, muss es sich also in etwa zu dieser Zeit zugetragen haben. Nic war Teenager, Whitney schmetterte greatest love of all und irgendwie entstand eine Verbindung, die sich schwer erklären lässt. Hach, ich lieb(t)e die Stimme und dieses hinreißende Wesen. Wie sie die Nase beim Singen kräuselte, DAS könnte ich auch gern.

In guten, wie in schlechten Zeiten

Nun ja. Die Jahrzehnte zogen ins Land, die Songs auch. Whitney begleitete mich durch gute und weniger gute Zeiten. Ihre Höhen und Tiefen schlugen meine vermutlich sogar um Längen. Selbstverständlich hielt ich ihr die Treue. Generös sah ich darüber hinweg, dass sie bei einem Open-Air-Konzert Rauchverbot für die Zuschauer erteilen ließ, während sie selbst zu dem Zeitpunkt wohl schon Dinge inhalierte, gegen die eine harmlose Zigarette kaum hätte anstinken können.

Learning to love yourself

Ich fand ihre Stimme auch noch schön, als die Kritiker sie in Grund und Boden schrieben Ok, sie war nicht mehr so glockenklar wie damals, aber sie berührte mich. Immer! Es war und ist natürlich traurig, dass sie vermutlich kaum etwas von dem, was sie sang, für sich selbst umsetzen konnte. Die Sache mit der greatest love of all (learning to love yourself …). Aber so ist das halt, da kannse nix machen. Nun ist Whitney nicht mehr. Es hat mich ganz schön aufgewühlt als sie starb. Bei Nic allerdings lebt sie weiter. Also nicht, dass ich die Bude mit Postern tapeziert hätte oder gar Autogrammkarten. Diese Art von Fan-Sein ist nicht meins. Aber, es gibt sie immer wieder. Diese Abende, an denen ich mich zu später Stunde durch den einen oder anderen Lieblings-Song höre. Wenn ich I will always love you höre, sehe ich sofort diese Szene aus Bodyguard vor mir, als sie nochmal aus dem Flugzeug stürzt, um Kevin Costner zu küssen. Wat hab ich geheult im Kino. Oder one moment in time – ich dachte ernsthaft darüber nach, für Olympia zu trainieren (scheiß drauf, zur Not auch Curling).

whitney2_FotorAber auch I look to you – das war dieses letzte Album, auf dem sie alle rumhackten. Lass sie hacken, ich krieg sofort Pipi in den Augen, wenn ich es höre. Aber genug davon, ist ja nicht jedermanns Sache diese Art von Musik. Deshalb höre ich sie auch oft nachts, mit Kopfhörern und heule dann Rotz und Wasser vor Glück und Emotionen. Puh, nun ist es raus. Bin ich froh, dass keiner von euch bis hier gelesen hat! Denn eins hab ich noch:

Ich kürze manchmal bei Penny auf dem Parkplatz den Weg ab und fahre entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung um die Kurve, also trotz Einbahnstraßenschild …

Aber DAS bleibt jetzt echt unter uns, ok?

NicMag

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Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

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