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Jobhopping – nic inform

Zu den schönsten Seiten meines Jobs gehört für mich die Abwechslung. Immer wieder darf ich neue Menschen kennenlernen, mir ihre Geschichten erzählen lassen und viel mehr über viele, spannende Berufe lernen, als das sonst möglich wäre. Diese Woche ergab es sich nun, dass ich etwas, das mir eigentlich sehr vertraut ist, mal von einer ganz anderen Seite betrachten konnte.

Ein Tag im Fitness-Studio

Mein charmantes, kleines Fitness-Studio für Frauen … marenInhaberin Maren hatte ihrem gesamten Team einen Fortbildungs-Tag verordnet und nic für diesen Tag zur Aushilfs-Tresen-Dame befördert. Klar, dass das ein Experiment nach meinem Geschmack war. Ich trat also hochmotiviert um 8 Uhr in der Früh meinen Dienst an. Wildentschlossen, endlich mal meine Service-Fähigkeit unter Beweis zu stellen. Und ich meine, es ist mir sogar gelungen. Sie lachen vielleicht. Aber normalerweise verlangt niemand von mir, mit einem breiten Lächeln am Computer zu sitzen stehen und jedem, der reinkommt einen herrlichen Tag zu wünschen. Es kommt auch eher selten vor, dass ich Getränke serviere, Schlüssel anreiche, fremden Menschen Slim-Belly-Gurte umlege oder Beschwerden über geänderte Kursprogramme entgegennehme.

Lächeln hilft immer

Ganz zu schweigen davon, dass ich seltenst in die Verlegenheit komme, sieben Stunden am Stück zu stehen. Klingt alles nicht so schwierig? War und ist es auch nicht. Ganz im Gegenteil – es hat richtig Spaß gemacht, zumal ich feststellen durfte, wie viele nette Menschen sich in diesem Studio tummeln. Tatsächlich ziehe ich in Erwägung, diese innere Service-Haltung auch mal an anderer Stelle zum Ausdruck zu bringen. Ein freundliches Lächeln kommt letztlich immer gut an. Vor allem hat mir das kleine Jobhopping aber mal wieder gezeigt, dass es sich immer lohnt, mal über den Tellerrand hinauszuschauen und für ein paar Stunden etwas ganz anderes zu tun als üblich. Ich finde, das sollte jeder ab und zu probieren.

Verständnis für Finanzbeamte?

Einfach mal mit jemandem tauschen und eine andere Perspektive auf die Welt und das Berufsleben bekommen. Girls- und Boys-Day für Erwachsene sozusagen. Vielleicht fällt es dann auch ein bisschen leichter, der Kassiererin im Supermarkt ein Lächeln zu schenken oder sogar so ungeliebte Berufsgruppen wie Politessen oder Finanzbeamte etwas besser zu verstehen … Sie meinen, das ginge zu weit? Möglich, aber einen Versuch wäre es ja wert ;)
Ach, übrigens: Trainiert habe ich natürlich auch in den letzten Tagen, selbstverständlich mit Slim-Belly. Eine ausführlichere Geschichte dazu gibt es nächste Woche wieder. Bis dahin: Sonnige Tage und einfach mal lächeln :)

stepper

PS. Danke auch an meine charmante Dienstablösung Lisa. Sie hat mir nicht nur gezeigt, wie ich korrekt erfasse, was die Damen so verzehrt haben, sondern auch die obigen Lichtbilder von mir gefertigt!

Veröffentlicht von

Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

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