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Slim Belly der Selbstversuch (1)

Ich denke, ich erwähnte es schon beim Thema Wurzelbehandlung: Ein guter Reporter geht auch mal dahin, wo es weh tut. Doch letzten Endes war die Sache mit dem Zahnarzt ein Witz gegen das, was nic jetzt – dank einer sponanen Idee – anzettelt. Denn wir sind uns doch wohl alle einig, dass die meisten Frauen lieber dreimal wöchentlich zum Zahnarzt gehen würden als der Öffentlichkeit etwas über Bauchspeck zu verraten, also den eigenen.

damalsDoch dafür ist es jetzt zu spät. Aber von vorn: Nic ist von Haus aus eine durchaus sportbegeisterte Person. Passiv wie aktiv. Und vor nicht allzu langer Zeit gehörte ein kleines Fitness-Studio für Frauen zu ihrer erweiterten Wohnung. Also, naja, um ehrlich zu sein (und darum geht es hier mal wieder), ist es doch schon etwas länger her, als mir lieb wäre. Sagen wir mal, in den letzten zwei Jahren bin ich dort nur sporadisch aufgeschlagen. Es gab halt anderes zu erledigen. Das war eine traurige Zeit (in Hinblick auf das körperliche Wohlbefinden) und das drahtige Figürchen entwickelte sich zu dem, was man – also, äh, tja, wie nennt man das, ohne sich selbst in die Pfanne zu hauen – sagen wir mal, es setzte sich hier und da deutlich sichtbar Speck an. (Puh, jetzt isses raus).

Nun aber, erlauben Arbeitssituation und Umstände es mir wieder, regelmäßig in die heiligen Fitness-Hallen zu marschieren. Und so war ich heute schon zum zweiten Mal in diesem noch jungen Jahr vor Ort. Und – als wäre das nicht schon spektakulär genug – ich heckte direkt einen teuflischen Plan mit Maren, der Inhaberin des Inform aus. Nicht nur, dass ich, wie eh geplant, am Kurs namens Hot Iron teilnehmen würde. Das ist ein Kurs, in dem es darum geht, ziemlich anstrengende Sachen mit Langhanteln voller Gewichte zu veranstalten. Kniebeugen, Bankdrücken und so. Und so sieht das in etwa aus, wenn Maren das macht.
hot ironAber, jaaaaadoch, ich komm schon noch zum Punkt. Denn: um Maren geht es hier ja nicht. DIE ist eh tadellos in Form. Nun bietet sie in ihrem Fitness-Club nicht nur Kurse und Gerätetraining aller Art an, nein, speziell für die bauchspeckigen unter uns, gibt es den slim belly. Das ist ein Gürtel, an den zwei Schläuche angeschlossen werden, die ihn während des Trainings immer wieder mit Luft aufpumpen und selbige wieder ablassen (pffffffffffffffffff). Klingt lustig, ist es irgendwie auch. Tja, Sie und ihr ahnt es schon, nic schleppte sich nicht nur mit elendig-schweren Hanteln ab und ging in die Knie, bis nix mehr ging – sie tat es mitsamt des slim belly.
Ich sag mal so: Das war alles nicht frei von Anstrengung. Wäre es auch ohne das Luft-Korsett nicht gewesen. Der launige Air-Bag-Gürtel nun aber machte die Sache auch nicht unbedingt leichter. Zumal man ja auch das mobile Pump-Gerät am Rücken trägt, das bestimmt so ein bis zwei Kilo wiegt. Aber: Jammern gilt nicht. Was wir anpacken, packen wir richtig an. Ich absolvierte also Hanteltraining und Air-Bag-Behandlung ohne mit der Wimper zu zucken (höchstens mit dem rechten Oberschenkel bei der letzten Kniebeuge). Und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Neeeeein, DAS wäre ja viel zu einfach. Mit anderen Worten: Nic testet jetzt den slim belly sozusagen im Mittelzeit-Versuch. Normalerweise müssen die Teilnehmer vier Wochen lang, drei mal pro Woche mit dem Gürtel trainieren. Es sollte immer ein Training sein, bei dem Herz und Kreislauf in Bewegung kommen. Radfahren oder Step-Maschine sind also genauso erlaubt wie launige Kurse. Und natürlich wird man vorher und nachher vermessen, um den Effekt auch dokumentieren zu können. Anleitung Die Einheiten werden immer von einem Trainer begleitet, der auch hilft, den slim belly anzulegen. Und dadurch verschwindet die Plauze? Das fragt man sich da natürlich … Maren sagt: Ja, das tut sie, zumindest wird sie kleiner, als das durch Training ohne den Gürtel der Fall wäre. Grund laut Hersteller: „Die aktivierende Wechseldruckmassage des Slim Belly fördert die Durchblutung im Bauchbereich. In Kombination mit regelmäßigem Ausdauertraining und bewährten Ernährungsregeln können Sie Ihren Bauchumfang reduzieren.“ – Aha! Gemessen wird der Bauchumfang übrigens an zwei Stellen: drei Zentimeter über dem Nabel und drei Zentimeter darunter. Nur mal so als Beispiel: Eine Teilnehmerin startete mit einem Umfang von 109 cm (oberhalb des Nabels) und 92 cm (unterhalb). Nach vier Wochen lag sie bei 98 cm und 85,5 cm. Und laut Maren liegt dieser Unterschied nicht unbedingt an einer generellen Abnahme des Körpergewichts. Viele verlieren in den vier Wochen nicht mal ein Kilo, trotzdem reduziert sich der Bauchumfang um mehrere Zentimeter. Nun sind Statistiken natürlich geduldig. Das MUSS ich selbst testen. Zugegeben: Mein Bauch ist nicht die schlimmste aller Problemzonen, es verteilt sich alles relativ gleichmäßig und überall. Doch natürlich gibt es hier genug von dem, was keiner am Bauch haben will. AnsichtenJa, ich gebe zu, die Fotos könnten noch aussagekräftiger sein. Aber dafür hatte ich heute nicht die Kraft. Und weiß auch nicht, ob ich stark genug bin, meine Ausgangswerte hier niederzuschreiben. Soviel kann ich auf jeden Fall verraten: oberer und unterer Wert waren identisch, entsprachen allerdings nicht direkt dem, was man so klassische Modell-Maße nennt, also zumindest nicht im Taillenbereich :) Hätten wir das also auch geklärt! Und nun werde ich die Sache weiter testen – und brav dokumentieren.Tagebuch Nicht dreimal in der Woche, das ist zeitlich nicht drin. Aber ein bis zweimal und dafür eben über sechs bis acht Wochen. Wie klingt das? Gut, sind wir uns also einig. Ich verspreche auch, begleitend dazu, nicht wettbewerbsverzerrend in den Hungerstreik zu treten (das ist eh doof). Höchstens mal ein Schokoriegelchen weniger, versprochen :) Übrigens: Es ist nicht sooo schlimm, den Gurt zu tragen. Es fühlt sich ein bisschen an, wie ein Korsett mit Eigenleben. Ich vergleiche es mit dem Gefühl, ein Dirndl zu tragen, es streckt irgendwie und man nimmt Haltung an. Und eins kann ich jetzt schon verraten: Wenn das Ding nach einer (amtlich-verschwitzten) Stunde wieder abgenommen wird, ist das Gefühl grandios. Da fühlt man sich direkt diverse Zentimeter schmaler. Immerhin schon mal was ;) Und nun lege ich meine wackelpudding-wackeligen Beinchen hoch und wünsche Ihnen und euch einen entspannten Abend. Auf dass wir bald alle so heiter durch die Gegend hüpfen, wie diese junge Dame:

Plakat

Hier geht es zu Teil zwei der Serie

NicMag

Veröffentlicht von

Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

4 Kommentare

  1. Puhh, da hast du dir aber was vorgenommen :-)
    Gut, dass wir Samstag nur Sushi & nicht Pizza oder Pasta essen gehen!

    Freu mich schon
    Heike

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    • NicMag

      Naja, ich teste ja nur, hab ja nirgendwo gesagt, dass ich hinterher nur noch den halben Umfang haben muss ;) Aber Sushi ist eh super!

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