Artikel
0 Kommentare

Hier kommt Kalle!

Kalle flying cats

Es lässt sich nicht wirklich leugnen, ich bin wohl das, was man eine Crazy Cat Lady nennt 😀 Ok, Lady vielleicht weniger, crazy und cats passt aber. Die meiste Zeit lebe ich ja auch ganz hervorragend mit diesem Spleen. Die Herrschaften sind unterhaltsam, flauschig und gut anzusehen. Schwierig wird es, wenn ich mir Sorgen machen muss. Der Abschied von Little Beatles alias Mieps brach mir das Herz, seit einigen Wochen ist Fred verschollen … Heute aber gibt es erfreuliches zu erzählen: Hier kommt Kalle!

Spontane Ideen sind die besten

In den Herbstferien verbrachten wir eine Woche auf Rhodos. Sonne, Pool, Strand, die perfekte Erholung. Wie überall in Südeuropa, gibt es auch hier viele Straßenkatzen. Die meisten kommen gut zurecht, sie wissen, wo sie sich etwas zu fressen organisieren können und finden meistens auch ein warmes Plätzchen zum Schlafen. Allerdings gibt es auch immer wieder verwaiste Kätzchen, die allein keine Chance hätten. Um sie kümmert sich u. a. die Organisation Flying Cats e. V. – außerdem organisiert der Verein Kastrationsaktionen, damit sich die Katzen auf der Insel nicht immer weiter unkontrolliert vermehren. Irgendwie stießen auch wir auf Flying Cats und irgendwie war sie plötzlich da: Die Idee, einer Katze aus Griechenland ein neues Zuhause zu geben.

Kalle flying cats

Zum Knuddeln … Kalle

Spontane Idee, schnelle Entschlüsse

Normalerweise fahren wir ja immer gern in das Tierheim nach Bad Oldesloe, wenn wir unsere Familie erweitern möchten. Von hier haben wir Henry und auch Fred. Da Fred aber erst ein paar Wochen vermisst wird, war ich noch nicht soweit, eine neue Katze in die Familie aufzunehmen. Aber so ein griechisches Waisenkätzchen ist natürlich irgendwie etwas anderes … Was soll ich sagen: Ich nahm Kontakt zu Andrea Wegner auf, sie ist die Vorsitzende von Flying Cats. Wenige Tage später saßen wir im Auto nach Hannover, wo vier Katzen auf neue Familien warteten.

Hier kommt Kalle

Kalle flying cats

Kalle

Puh, es war nicht leicht. Die vier Katzen waren nicht nur um einiges kleiner als ich gedacht hatte, sondern auch um ein vielfaches süßer. Zwei Stunden saß ich mit den Kindern auf dem Fußboden und wir beobachteten begeistert das Gewimmel und Gewusel. Ein kleiner Kater war sehr schüchtern, da war schnell klar, dass er wohl weniger zu unserem Henry (und evt. Fred) passen würde. Ein sehr entspanntes Katzenmädchen war schon in der engeren Auswahl, doch dann kam Kalle.

Immer wieder kletterte der lebhafte, kleine Kerl auf meinen Schoß, knuddelte mit den Kindern und so war irgendwie klar: Der hat uns ausgesucht. Was soll man da machen? Mitnehmen, völlig klar. Als wir den Transportkorb holten, kletterte er wie selbstverständlich hinein. Wir unterschrieben einen Vertrag, in dem wir versicherten, ihn immer allerbestens zu behandeln (grob zusammengefasst), entrichteten eine Schutzgebühr und dann ging es ab nach Hause.

Henry und die kleinen Brüder

Nun ist Henry mit seinen ca. 4 Jahren ja schon ein seriöser Kater. Von seiner anfänglichen Verspieltheit ist nicht mehr viel übrig. Er trägt die Verantwortung, hat viel zu tun, ist halt ein wichtiger Typ. Nachdem sein Kumpel Fred verschwunden war, wirkte Henry allerdings irritiert. Er wich mir kaum noch von der Seite und saß auch oft maunzend vor mir. Mir war klar: Er sollte nicht allein bleiben. Egal, ob Fred zurückkommt oder nicht, Henry braucht Katzengesellschaft.

Als wir nun mit Kalle aufkreuzten, schaute Henry uns allerdings an, als würde er sagen: „Euer Ernst? So ein kleiner Spinner soll hier wohnen?“ Kalle war das ziemlich egal, begeistert hüpfte er auf Henry zu und erntete ein Fauchen. Huch! „Na, macht nichts,“ schien er sich zu sagen und tobte einfach weiter durch sein neues Reich. Und eroberte schließlich auch Henry im Sturm. Nach nur zwei Tagen durfte er erstmal neben ihm auf dem Sofa liegen, zwei Tage weiter, kuschelte er sich einfach an den Großen und der ließ es geschehen. Inzwischen faucht Henry nur noch, wenn Kalle besonders alberne Sachen macht. Dafür spielt er aber auch immer öfter mit ihm.

Kalle und Henry

Kalle und Henry

Fehlt nur noch Fred

Wer hier schon länger mitliest, kann sich vorstellen, wie froh ich darüber bin, dass die beiden so gut miteinander auskommen. Immerhin war es damals ziemlich schwierig, als Henry neu in die Familie kam. Mieps war schwer genervt von ihm, so richtig mochte sie ihn nie. Außerdem braucht der Kleine den Großen dringender als andersrum. Wir Menschen sind toll für ihn, er kuschelt mit uns, wann immer es geht. Aber lernen, wie man sich als Kater verhält und richtig austoben kann er sich viel besser mit einem Katzenvorbild. So ein Tier-Zwerg (Kalle ist etwa 4 Monate alt) ist ähnlich betreuungsintensiv wie ein Kleinkind. Toben und ganz viel kuscheln ist angesagt, auch schon mal morgens um 5 Uhr. Perfekt, wenn es dann noch eine Katze gibt, die sich kümmern kann 🙂

Wir sind also so richtig happy, dass Kalle zu uns gehört. Zu unserem perfekten Glück fehlt jetzt nur noch Fred. Eigentlich wollte ich keine drei Katzen, zwei sind völlig ausreichend. Aber jetzt wäre ich so froh, wenn Fred wieder vor der Tür stünde, eine echte Crazy Cat Lady kommt auch mit drei Katern zurecht 😀

Zumal Fred auch so ein gutgelaunter Typ ist wie Kalle, er würde sicher hervorragend mit Kalle harmonieren. Wir drücken also weiter die Daumen, dass er bald zurückkehrt. Und erfreuen uns bis dahin an seinen Kollegen. Danke an die Mädels von Flying Cats für unseren Kalle und die tolle Arbeit, die ihr leistet. Dazu verfasse ich demnächst noch einen extra Beitrag. Aber jetzt muss ich dringend noch ein bisschen mit Kalle und Henry knuddeln. 🐱🐱

Und hier noch ein paar Bilder vom Zwerg 🙂

Kalle flying cats

Spiel mit mir! Kalle

Kalle flying cats

Winzling Kalle

Kalle flying cats

Eine Handvoll Katze

 

Ach, übrigens: Falls ihr euch für Kalle, Henry (und Fred) interessiert, solltet ihr bei Instagram vorbeischauen. Dort geht es fast ausschließlich um die Jungs 🙂

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Veröffentlicht von

Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

Schreibe eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.