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Mein Garten – die ganze Wahrheit!

Er ist immer mal wieder Thema – Rasenmähen, Cocktails und Grillveranstaltungen, Katzen, Igel, Rosen … So ein Garten ist schließlich ein nicht enden wollender Quell an Themen und Freude. Allerdings kennen selbst die aufmerksamsten Leser vermutlich nur eine Seite des Themas. Doch wollen wir ja ehrlich miteinander umgehen und deshalb nehmt dies:

Mein Garten – die ganze Wahrheit!

Anlass für diesen Text aus der Outing-Reihe (siehe auch Whitney Houston), ist die Blogparade von Bambus Discount (Bambus, in Fachkreisen auch Bambule, geht immer!). Die Betreiber der Seite möchten gern wissen, was den Teilnehmern der Parade das Gärtchen ihres Herzens bedeutet. Schließlich gibt es die unterschiedlichsten Typen. Die einen liegen gern mit der Nagelschere auf dem Bauch und frisieren Rasenkanten, andere bevorzugen einen privaten Abenteuerspielplatz hinter dem Haus, wieder andere mögen es naturnah und romantisch! Nun, wie sieht es also bei mir und meinen Mitbewohnern aus?

Bambus geht immer – Bambule

Die natürliche Erweiterung des Wohnraums

So in etwa empfinde ich das Land, das unser kleines Häuschen umgibt.  Es ist zu und zu schön, im Sommer die Türen zu öffnen und das Leben weitgehend nach draußen zu verlagern. Essen, schlafen, arbeiten – lässt sich alles hervorragend im Garten erledigen. Ein bisschen Sonne, ein bisschen Schatten – wunderbar! Und, um ganz ehrlich zu sein, ich finde es ziemlich cool, einmal komplett das Haus umrunden zu können und dabei nicht das Grundstück verlassen zu müssen. Ja, mir reichen 600 Quadratmeter, um mich ein bisschen wie ein Großgrundbesitzer zu fühlen. Wenn auch 600 halbwegs verlotterte Quadratmeter. Oder sollten wir verlottert durch romantisch und naturnah ersetzen?

katze im Garten

Sir Henry vom nicmag-Garten-Kompetenzteam

Der Garten im Auge des Betrachters

Es gäbe und gibt sicher Menschen, die unser Stück Land als verlotterte Zumutung empfinden. Manchmal bin ich ein bisschen besorgt um den Herren zur Rechten, der zwei bis dreimal in der Woche (!) seinen Rasen mäht … Wie mag er sich fühlen, so Grundstück an Grundstück mit mir? Mich stört es ja überhaupt nicht, wenn das Gras mal zwei bis drei Wochen vor sich hinwächst, wie ihm gerade danach ist. Es stört mich auch nicht direkt, dass man an einigen Stellen ziemlich viel Optimismus braucht, um die moosige, grüne Fläche überhaupt noch als Rasen zu bezeichnen. Ich mag das alles genau so, wie es ist. Und ich habe ganz sicher nicht vor, mir irgendwelchen Stress durch Gartenarbeit aufzuerlegen. Hier mal ein paar Ansichten, zur näheren Erläuterung:

Fußball und Liebe

Für mich wäre es Stress, wenn ich zweimal wöchentlich rasenmähen müsste. Ich habe auch noch nicht so ganz verstanden, was an Moos wirklich böse ist. Vielleicht erklärt mir das mal jemand? Moos ist total puschelig und weich und auch viel pflegeleichter als Rasen 😉 Zum Glück leben auf der anderen Seite des Grundstücks sehr, sehr nette Menschen, die ein ähnliches Verhältnis zur Natur haben wie ich. Wenn Gewächse so zu wuchern drohen, dass es schwierig wird, vom Grundstück oder ins Haus zu kommen, beschneiden wir sie ein wenig. Wenn irgendjemand nicht mehr genug Sonne bekommt, ebenso. Ansonsten leben wir einfach friedlich vor uns hin und haben es schön. Statt permanent auf akkurate Rasenkanten zu achten, kann man ja auch Fußball spielen oder Trampolin springen oder einfach auf dem Rücken liegen und in den Himmel gucken! Ja, das sind Dinge, die ich mag.

Moos Garten

Die Sache mit dem Moos …

Alles für die Bienen!

Und glücklicherweise haben wir ja inzwischen auch gelernt, dass Bienen und andere nützliche Tiere viel lieber in bunten, naturnahen Gärten leben und lieben als dort, wo alles rechtwinklig angelegt ist und außer Buchsbaum kaum etwas eine Lebensberechtigung hat. Wir möchten, dass es den Bienen genau so gut geht wie uns und bleiben deshalb beim verlotterten Konzept unseres Anwesens. In diesem Sinne: Auf in den Garten!

Veröffentlicht von

Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

3 Kommentare

    • Hi Jan,

      spontan musste ich lachen, weil ich ja weit entfernt von dem bin, was die meisten Menschen als Rasenpflege bezeichnen würden 😉 Aber vielleicht ergibt gerade das den Reiz – ich denke, ich dokumentiere heute mal das geplante Mähen und bin dann gern dabei. Außerdem frage ich mal meinen Freund Frank von http://www.frankskleinergarten.de – er ist ja wie geschaffen für die Blogparade. LG Nic

      Antworten

  1. Super, vielen Dank!! Ja, auch Tipps zur „minimalistischen“ Rasenpflege sind sicher für den ein oder
    anderen interessant :). Wäre auf jeden Fall toll, wenn ihr beide mitmacht.
    Lg Jan

    Antworten

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