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Badebomben á la nicmag

Es gibt so Dinge, da fasse ich mir nur ungläubig an den Kopf und frage mich: „Warum bin ich nicht schon früher auf diese Idee gekommen?“ So in etwa verhält es sich auch mit den Badebomben á la nicmag. Jeder, der hier regelmäßig mitliest oder mich gar persönlich kennt, weiß: ein Leben ohne Badewanne ist möglich, aber gänzlich sinnlos … für mich jedenfalls.

Badebomben selbst basteln

In der Badewanne habe ich schlichtweg die besten Ideen. Vom Wasch-, Wärm- und Glücks-Effekt mal ganz zu schweigen. Klar also, dass ich ziemlich viel Geld in Badezusätze aller Art investiere. Und vor allem bin ich immer auf der Suche nach glücksspendenden Badezusätzen. Pülverchen, Kugeln, Öle, Schaumiges – ich habe vermutlich schon jeden Badezusatz ausprobiert, den die Badezusatz-Höker meines Vertrauens im Sortiment haben. Nur auf eine Idee bin ich noch nicht gekommen: Badebomben selbst basteln!

1A-Badebomben-Rezept

Nun bin ich aber beim Rumgurken im Netz über ein Rezept für sprudelige Badebomben gestolpert, ach, was rede ich: es gibt soviele Rezepte, dass ich mich kaum entscheiden konnte und schlichtweg aus allem das Beste genommen und ausprobiert habe. Zugegeben, die Beschaffung der Zutaten hat ein bisschen Zeit in Anspruch genommen. Aber nur, weil ich bisher so selten noch nie Dinge wie Kakaobutter oder Zitronensäure käuflich erworben habe. Hier also die Liste:

  • 125 Gramm Zitronensäure (Drogerie oder Supermarkt, Putzmittelecke)
  • 250 Gramm Natron (gibt es im Supermarkt oder in der Drogerie, in der Ecke mit den gesunden Sachen oder bei den Backzutaten)
  • 40 Gramm Stärke (Supermarkt, Backen)
  • 50 Gramm Milchpulver (z. B. Babynahrung)
  • 80 Gramm Kakaobutter (Reformhaus)
  • 1 Esslöffel Mandelöl (Apotheke)
  • 1 Schuss Badeöl (Drogerie) – je nach Vorliebe für Farbe und Duft, für die Bomben in Orange habe ich Kneipp Stressfrei genommen

Je nach Belieben lassen die Bomben sich natürlich auch klasse mit kleinen Blüten oder ähnlichem aufmotzen, z. B. Rosen- oder Lavendelblüten. Das habe ich für die nächste Runde geplant.

Und so wird’s Bombe!

Badebomben

Statt Kuchen – Badebomben in Silikonform

Die Fertigung ist dann ziemlich einfach. Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen (Achtung, die Schüssel muss sehr trocken sein, sonst sprudelt es schon vor dem ersten Bad los). Danach die Kakaobutter schmelzen, mit den Ölen verrühren und unter die restlichen Zutaten mischen.

Die Masse bleibt recht krümelig, das ist normal. Ich habe das Zeug dann in eine Silikonform für muffin-artige Mini-Kuchen gefüllt. Weil ich keine nehmen wollte, die ich sonst zum Backen nutze, habe ich dieses sensationelle Teil gekauft, das auf dem Schnäppchentisch in der Haushaltsabteilung auf mich wartete. Es formt sehr lässige Halbkugeln mit der Aufschrift peace und love 😉

Genauso gut gehen natürlich auch Eiswürfel-Formen oder Gugelhupf-Förmchen oder auch Keksausstecher aus Metall oder Plastik. Einfach ein bisschen rumexperimentieren. Die Masse wird schön fest in die Förmchen gedrückt und nach zwei bis drei Stunden sind die Kugeln so ausgehärtet, dass sie verpackt und verschenkt oder direkt selbst verbadet werden können …

Badebomben á la nicmag

Fertig zum Verschenken oder Verbaden

Natürlich habe ich auch schon eine Badebombe im Selbstversuch getestet. Und ich war überrascht davon, dass die Dinger nicht nur sprudeln, sondern vor allem auch sehr reichhaltig sind. Meine Haut war nach dem Bad so geschmeidig und gesättigt von Öl und Kakaobutter, dass ich direkt auf das Eincremen verzichtet habe. Wer also zu trockener Haut neigt, nimmt die oben genannte Menge tatsächlich für sechs Bomben. Bei kleineren Formen, bzw. mehr Bömbchen, muss man dann einfach schauen, wieviele für ein Vollbad optimal sind.

Ein kluger Tipp noch zum Schluss: Man kann all die o. g. Zutaten natürlich auch im Netz bestellen. Ich habe aber festgestellt, dass die Preisunterschiede gewaltig sind. So kostet die 250 g-Packung Natron bei amazon über 5 Euro, in meiner Lieblingsdrogerie habe ich sie für 1,25 Euro bekommen … Ich sag mal, bei solchen Differenzen kann ich mir für die gleiche Menge Geld schon einige Vollbäder mehr gönnen. Deshalb verlinke ich auch nicht auf die teuren Produkte. Unterstützen wir doch einfach den Einzelhandel und unser Budget in einem.

Als letztes möchte ich euch nicht vorenthalten, unter welchen Bedingungen hier halbwegs ansehnliche Fotos entstehen. Im Folgenden sehen wir Sir Henry bei dem Versuch, meine Badebomben zu sprengen … oder so 😉

Saboteure soweit das Auge reicht

Saboteure soweit das Auge reicht

Veröffentlicht von

Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

4 Kommentare

  1. Ja, das Gefühl, warum bin ich nicht auf die Idee gekommen, das selbst zu machen, kenne ich auch. Und es ist umso schöner, wenn man es dann macht. Mir ist es bei Limoncello, Sirups (außer Johannesbeere)und bei Kokosmus so gegangen. Badebomben habe ich auch noch nie selbst hergestellt. Das werde ich bald nachholen! Vielen Dank für deinen Post und liebe Grüße
    Sabine

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  2. Liebe Nic, was für eine hübsche Idee! Danke für die Anleitung. Ich hab richtig Lust bekommen, das Rezept auszuprobieren. Und Dein Text ist so schön und unterhaltsam geschrieben :-)!!
    Liebe Grüße
    Vanessa

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    • Danke fürs Vorbeischauen, liebe Vanessa – ich liebe diese Badekugeln. Wunderbar auch: 1 Kugel in die Wanne, 2 Kinder dazu und gut einweichen lassen. Die kommen sehr geschmeidig wieder raus und müssen nicht eingecremt werden 🙂

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