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Vielleicht mal Rosen?

Rosen

Treue nicmag-Leser erinnern sich vielleicht: Mein Garten und ich, das ist eine noch recht frische Liebesbeziehung, wenn auch voll Hingabe und echter Zuneigung. Nun überlegen wir aktuell, eine kleine Dreiecksgeschichte daraus zu machen – potentielle Beteiligte: Der Garten, meine Person und (Trommelwirbel) Rosen!

Die Königin unter den Rosen

Pfingstrose

Nics ganzer Stolz: Die Pfingstrose

Für den einen oder anderen mag das jetzt ambitioniert klingen – und ich gebe zu, ich bin auch etwas aufgeregt bei dem Gedanken. Andererseits liebe ich Herausforderungen und dann habe ich kürzlich auch noch in einer Zeitschrift meines Vertrauens über die – für mich – schönste aller Rosen geschrieben. Die Damaszener-Rose (jaha!). Sie kommt ursprünglich aus Kleinasien, soll extrem-betörend duften, hat eine sehr üppige Blüte, die fast ein bisschen an meine Pfingstrosen erinnert, und ist vor allem nicht besonders zimperlich, wenn es im Winter mal richtig kalt wird. Noch dazu kann man aus der Damaszener-Rose edles Öl gewinnen, sie war sogar Heilpflanze des Jahres 2013. Aber das ist für den Anfang wirklich noch nichts, womit ich mich ernsthaft beschäftigen würde.

Die artgerechte Haltung von Rosen

katze im Garten

Sir Henry vom nicmag-Garten-Kompetenzteam

Nun kenne ich mich mit Vierbeinern inzwischen sehr gut aus. Sir Henry und Lil’ Beatles gehören auch in Sachen Gartenarbeit zu meinen kompetentesten Mitarbeitern. Was es genau bei der Haltung von Rosen zu bedenken gibt, konnten diese beiden Experten mir allerdings spontan auch nicht sagen. Vielleicht sollte ich mir noch ein bisschen Fachwissen aneignen, bevor ich die Königin der Rosen in die Familie aufnehme. Vor allem bin ich immer etwas unsicher, was die Bekämpfung von unerwünschten Gästen angeht. Und die Erfahrung zeigt ja: Je edler das Gewächs, desto begeisterter die Schädlinge dieser Welt. Nun haben mein Mitarbeiter (die sich hervorragend mit Schädlingen aller Art auskennen) und ich schon mal ein paar Recherchen angestellt, was man zum Beispiel alles tun kann, wenn – Musik vom weißen Hai – Blattläuse auftauchen. Ich fasse zusammen:

  • Vorbeugend soll es helfen, die Rosen in direkte Nachbarschaft zu Lavendel zu pflanzen, die Läuse mögen wohl den Lavendel-Duft nicht
  • Bohnenkraut soll eine ähnliche Wirkung haben – zudem schmeckt es auch noch gut, als Gewürz für leckere Eintöpfe
  • Generell ist es wohl ratsam, einen sogenannten naturnahen Garten zu pflegen – ha! DAS ist genau mein Konzept. Denn: Naturnahe Gärten sind nicht so arbeitsintensiv und eine wunderbare Heimat für allerlei Getier, z. B. Maikäfer, das sich dann um die Blattläuse kümmert. Außerdem wissen wir ja längst: auch die Bienen fühlen ich in naturnahen Gärten wohl.
  • Zum Wohle der Bienen und natürlich auch der Katzen-Kollegen, gilt es natürlich möglichst, auf Chemie bei der Lausbekämpfung zu verzichten. Als gute Hausmittel bei Blattläusen gelten: ein Brennessel-Sud, Schmierseife, Kaffee und Knoblauch-Tee – keine Ahnung, wie gut solche Rezepturen funktionieren. Sie haben alle gemeinsam, dass sie auf die Blumen gespritzt werden
  • Sollte das alles nicht helfen, gibt es auch noch die Möglichkeit, ein sogenanntes Rosen-Pflaster zu verwenden, das man im Falle des Falles sogar online bestellen kann. Es enthält zwar einen chemischen Wirkstoff, der allerdings gelangt direkt in die Pflanze und nicht außen auf die Blätter und Blüten. Dadurch schadet er weder den pelzigen Familienmitgliedern, noch Bienen und anderen erwünschten Insekten. Das Pflaster wird einfach um den Stängel der Rose geklebt und sollte auch für Anfänger leicht zu handhaben sein.

Rosen-Experten vor!

katze garten

Die heimliche Chefin im nicmag-Gartenteam

Möglichkeiten gibt es also reichlich. Ich denke, ich werde mich zeitnah mal mit einem optimalen Standort für die Königin der Rosen beschäftigen. Der Strauch der Damaszener-Rose wird nämlich 1,5 bis 3 Meter hoch, da sollte ich mir vielleicht doch gut überlegen, wo sie ihr neues zu Hause findet, bevor ich in meiner spontanen Begeisterung einfach irgendwo ein Loch buddel. Ich schlage vor, ich halte euch auf dem Laufenden und ihr versorgt mich vielleicht schon mal vorab mit ein paar weiteren Ratschlägen zum Thema! Aus sicherer Quelle weiß ich nämlich, dass unter meinen Lesern ein paar echte Experten in Sachen Garten, Blumen und Rosen sind. Raus mit der Sprache: Was muss ich sonst noch beachten und wer steht mir zur Seite?

Veröffentlicht von

Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

8 Kommentare

  1. Wir haben Schneewittchen. Drumherum kein Lavendel sondern Efeu. Passt prima zusammen.

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  2. Du sprichst mir aus der Seele, außer meinen Pfingstrosen, die in diesem Jahr besonders schön geworden sind ( den Beweis kennst du…), kränkelt mein altes Rosenbeet auch so vor sich hin.

    Lediglich meine eigens angepflanzte Kletterrose „Kolibri“ und meine Strauchrosen „Sweet Pretty“ sind eine Offenbarung und sehr gesund! Es liegt auch viel daran, wo man sie kauft und wie gesund sie sind. Ich mache immer wieder gute Erfahrung mit diesen beiden Gärtnereien: http://www.rosenversand24.de und http://gaertnerei-piepereit.de/

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    • Ich denke, ich muss auch zuerst meine Sanierungspläne für das Haus umsetzen, bevor ich den richtigen Standort ermittle. Rosen mögen sicher keine Baustellen … Aber dann wird es sicher spitze. Hast du auch Blattläuse oder ist es etwas anderes?

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    • Pfingstrosen sind wunderbar. Die gab es hier ja schon, als ich das Haus gekauft habe. Mal schauen, ob ich auch noch ein paar edle Verwandte dazu pflanze …

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  3. Pingback: Mein Garten – die ganze Wahrheit!

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