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Annie Sloan: Das Interview – Teil 2 (english & german)

Aufmerksame Leser erinnern sich noch. In Annie Sloan: Das Interview – Teil 1 ging es vor allem um ihre wundervolle Farbe, die legendäre Chalk Paint. Nun – nic wäre nicht nic, wenn sie nicht auch noch ein paar andere Dinge mit Annie geklärt hätte. (if you are using a mobile device, you find the english version of the interview After the german questions and answers)

Ich mag es einfach, etwas über die Menschen zu erfahren, mit denen ich zu tun habe, völlig egal, was sie so beruflich treiben. Und da ist Annie Sloan natürlich keine Ausnahme – zumal sie unglaublich herzlich und humorvoll ist, aber ich wiederhole mich, deshalb hier Teil 2 des wunderbaren Gesprächs.

Kunst und Brot – art and bread

Bist du zum ersten Mal in Deutschland? Nein, ich war schon als Kind hier, mit 9 oder 10 Jahren. Damals sind meine Eltern ein Jahr mit uns durch Europa gereist. 1972 war ich Sängerin einer Band namens The Moodies und wir sind durch Berlin getourt. Später kam ich dann zu Buchpräsentationen wieder. Ich liebe Deutschland, es war mir immer irgendwie nah, aber ich kenne hauptsächlich Berlin, Hamburg und München.

Was gefällt dir besonders? Das Brot. Deutsches Brot ist das beste der Welt! Dunkles Vollkornbrot, wunderbar. Und natürlich die Kunst. Deutschland hat so eine reiche, kulturelle Geschichte. Im Herzen bin und war ich immer Künstlerin. Ich habe viele Ausstellungen in Berlin besucht. Kunst und Musik haben in Deutschland eine große Tradition. Die deutschen Zeugnisse der Barock-Epoche sind einfach wundervoll. Oder die Bauhaus-Bewegung, die hier ihren Anfang fand.

Annie meets Nic … interview-business as usual

Annie meets Nic … interview-business as usual


Der Erfolg von Chalk Paint ist gigantisch. Hast du überhaupt noch Zeit, selbst zu zeichnen und Möbel aufzuarbeiten? Ja, das ist meine Liebe und meine Leidenschaft. Natürlich bin ich sehr viel unterwegs. Ich war zum Beispiel gerade in Japan und Frankreich. Doch ich habe eine wunderbare Assistentin und gemeinsam planen wir Zeiten ein, in denen mich niemand stört. Damit ich in Ruhe malen kann. Und unterwegs habe ich immer ein Notizbuch dabei.

Wo findest du die Möbel, die du selbst überarbeitest? Ich halte immer die Augen auf. Auch, wenn ich in Frankreich bin, wo wir ja auch ein Haus besitzen. Da kann es passieren, dass ich spontan anhalte und in einen Trödelladen laufe, weil ich etwas gesehen habe, das mir gefällt. Oder ich schaue im Internet nach schönen Stücken.

Du hast aber vermutlich nicht genug Platz, all die Sachen zu behalten? Wir haben zum Glück inzwischen ziemlich viel Platz. Aber natürlich verkaufe ich auch Stücke in meinem Laden in Oxford. Das ist ja auch Sinn der Sache.

Fällt es nicht manchmal schwer, sich von Stücken zu trennen, in die du viel Liebe gesteckt hast? Doch, natürlich. Ich habe auch schon Dinge verkauft und es dann bereut. Vor etwa 10 Jahren habe ich einen Lampenfuß in orange und blau aufgearbeitet. Eine Mitarbeiterin hat ihn verkauft. Sie wusste nicht, dass ich ihn gern behalten hätte. Diesem Lampenfuß trauere ich immer noch hinterher. Und es gab einen großen, grünen Tisch. Der ist auch in einem meiner Bücher abgebildet. Ihn habe ich schweren Herzens verkauft. Aber ich habe damals 500 Pfund dafür bekommen. Das war sehr viel Geld und ich war darauf angewiesen …

Wobei entspannst duNatürlich beim Zeichnen und Malen. Das ist meine Passon und ich liebe es einfach. Aber ich mag auch eine Massage oder ein schönes Bad. Dabei höre ich sehr gern Hörspiele im Radio. Ich liebe es, Radio zu hören, auch wenn ich male.

Gibt es Pläne oder Träume für die Zukunft? Ich würde gern eine Art Pub in Oxford eröffnen. Ein großer Shop, in dem natürlich Möbel, aber auch alte Türen oder ähnliches verkauft werden. Aber es sollte auch gleichzeitig eine Art Café sein, in dem man zusammenkommen kann, vielleicht könnten wir auch Vollkornbrot anbieten …


Is it your first time in Germany? No, when I was about 9 or 10 years old, my parents travelled all over Europe with me for one year. In 1972 I was singer of a band named „The Moodies“ and we toured Berlin. Later on I came back for book-presentations and visited art-exhibitions. I love germany, it has always been close to my heart. But I have basically seen the big cities like Hamburg, Berlin or Munich.

What do you like best? The bread! German bread is the best in the world. The dark whole wheat bread – I love it. And certainly the art. Germany has got such a wonderful tradition with art. The baroque-influences or the Bauhaus-Movement, which started in Berlin. Art is where I come from and which I will always keep in my heart.

The succsess of Chalk Paint is incredibly big. Do you still find time to draw or work over pieces of furniture? Absolutly, it is my love and my passion. Sure, I am travelling a lot. I just spent 2 weeks in Japan and 2 in France. But I have a wonderful assistent and we simply plan times, in which I won’t get disturbed, so I find the time for drawing and painting. And when I’m travelling, I always have a sketch-book for drawing and writing down ideas.

Where do you find the furniture, you work over? I keep my eyes always open. I bring pieces from wherever I am. We also own a house in France. And when I am there, it sometimes happens, that I see something in a junk-shop and have to get it right away. I love junk-shops. But I also search the internet.

You probably don’t have enough room to keep everything you buy? We luckily have a lot of room by now, but I also sell pieces in my Shop in Oxford. That is the plan with a lot of pieces anyway.

Isn’t it sometimes hard, to sell things, you redesigned? Absolutly. And sometimes I sold things, that I would have wanted to keep. Ten years ago, I painted a lamp foot in orange and blue, which I really wanted to keep. A friend, who didn’t know that, sold it. I still miss that piece sometimes. Another one was a big, green table. It is in one of my books. I would have loved to keep it, but I got like 500 Pounds for it. That was a lot of money, which I really needed back then …

How do you relax after all that business? Is it still painting or anything else? Painting and drawing always is perfect for relaxing. It is my passion and I love it. But I also like a good massage or a bath. When I’m taking a bath, I love to listen to plays on the radio. All kinds of plays. I also love listening to the radio, when I’m painting.

Do you have dreams or plans for the future? I would love to open up a big shop, that would be like a Pub in Oxford. We would sell furniture and architecture-things, like old doors for example. But you could also have a good coffee there … And – maybe german bread. Whole wheat style 😉

Annie Sloan

Annie Sloan

Soweit zu meinem Interview mit Annie, deren Homepage ich euch natürlich auch ans Herz legen möchte. I hope you enjoyed. In den nächsten Tagen folgt noch ein weiterer Beitrag, in dem ihr ein handsigniertes Buch von ihr gewinnen könnt. Stay tuned und farbenfroh 🙂

Veröffentlicht von

Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

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