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Mia May: Pole Position

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Es gibt Jobs, die begegnen uns täglich, da wissen wir in etwa, worum es geht: Bürojobs, Verkaufsjobs, Ärzte, Lehrer, das Übliche eben. Und dann gibt es Jobs, von denen haben wir zwar alle schon mal gehört, aber so ganz genau wissen wir nicht, wie die Sache abläuft und warum Menschen sie ausüben. Zu diesen Jobs gehört Strippen. Und dank Mia May und ihrem Buch Pole Position bekommen jetzt auch diejenigen unter uns einen Einblick in dieses Business, die wohl in ihrem Leben keinen Strip-Club mehr von innen sehen werden.

New York, Paris, Sydney

Mia, geb. 1983 in Niedersachsen, hat zwei Jobs. Sie arbeitet in einer Berliner Werbefilmproduktion, kümmert sich um den reibungslosen Ablauf, bucht Darsteller und sagt darüber: „Der Job ist ok, macht Spaß … aber mein anderer Job ist viel schöner.“ Ihr anderer Job führt Mia um die halbe Welt, er ist ihre Leidenschaft. Mia ist Stripperin und liebt es.

Und genau davon erzählt sie auch in Pole Position. Von ihren leichtbekleideten Einsätzen in den Metropolen dieser Welt. Denn zum Strippen sucht sie sich immer andere Städte und Clubs. Wir erfahren also in Pole Position einiges über die Gepflogenheiten in den Strip-Clubs dieser Welt. Darüber, wie die Frauen und Mädchen ticken, die sich für Geld an einer Stange rekeln und sich für noch ein bisschen mehr Geld auch in Privat-Räumen ganz exklusiv für ihre Kunden ausziehen. Die wichtigste Botschaft von Mia: Sie liebt diesen Job leidenschaftlich. Sie geht ihm nach, weil er ihr Spaß macht, nicht, weil irgendjemand sie dazu zwingen würde oder weil sie eine traurige Kindheit hatte.

Fazit

Mia ist sympathisch und schreibt absolut kurzweilig über ihr Leben zwischen Werbebranche und Tanzclubs. Natürlich ist es spannend zu erfahren, wie diese Jobs ablaufen, wie man überhaupt dazu kommt und wie der Umgang mit der Kundschaft sich gestaltet. Allerdings ist  so eine Geschichte natürlich verhältnismäßig schnell erzählt. Denn letztlich sind nackte Tatsachen nackte Tatsachen, das ist in Paris nicht anders als in Miami. Und so kann man das Buch ganz gut mit dem Job selbst vergleichen: Es glitzert hübsch und unterhält hervorragend, aber dann tritt recht schnell ein Wiederholungseffekt ein. Ihr möchtet euch selbst davon überzeugen? Kein Problem, einfach hier entlang:

Veröffentlicht von

Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

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