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Bettina Hennig: Ich bin dann mal vegan

Wer bei facebook unterwegs ist, kennt sie: Menschen, die uns ihr Essen zeigen. Frühstück, Kaffee-Pause oder Drei-Gänge-Menü – was lecker ist, wird fotografiert und der Welt präsentiert. Auch meine liebe Kollegin Bettina Hennig wusste schon immer mit außergewöhnlichen Postings aus diesem Bereich zu beeindrucken.

Der größte Fetzen Fleisch

Bettina Hennig: Ich bin dann mal vegan

Bettina Hennig: Ich bin dann mal vegan

Es gab Zeiten, da präsentierte Bettina uns Steaks, von denen eine ganze Familie hätte satt werden können. Doch das ist schon eine Weile her, inzwischen finden sich an Bettinas Pinnwand Kürbisse, die kleingeschnippelt werden, liebevoll arrangierte Gemüse-Kreationen und veganer Kuchen. Bettina lebt nämlich inzwischen vegan. Das heißt, sie verzichtet komplett auf tierische Produkte. Und wie es dazu kam erzählt sie jetzt in ihrem neuesten Buch „Ich bin dann mal vegan“. Klar, dass mich die Sache interessiert hat. Nicht nur, weil ich Bettina persönlich kenne. Ich finde es einfach spannend, daran teilhaben zu dürfen, wie Menschen sich entwickeln, neue Wege einschlagen und das, was gestern noch Bestand hatte, überdenken. Will sagen: Über Neuanfänge lese und schreibe ich furchtbar gern.

Ich bin dann mal vegan

Nun aber zum Buch: Den Anstoß zu Bettinas neuem Leben ohne Fleisch, Eier, Milchprodukte, Honig, Leder (…) gab ein Interview mit Attila Hildmann. Er ist quasi der Pop-Star der veganen Szene, hat diese Form der Ernährung in den letzten Jahren mit seinen Kochbüchern und Challenges zu großer Bekanntheit verholfen. Nach dem Interview entschied Bettina sich, es einfach auch mal zu versuchen. Ohne es an die große Glocke zu hängen. Selbst ihr Freund bekam in den ersten zwei Monaten ihres veganen Lebens nichts davon mit. Doch einmal in der Spur wollte Bettina mehr. Mehr wissen, mehr verstehen. Es geht nämlich bei veganer Ernährung nicht allein um den Faktor Gesundheit. Die meisten Veganer sind vor allem auch Tierschützer. Sie prangern die unhaltbaren Zustände in der Massentierhaltung an, sind aber auch generell der Meinung, dass es Menschen nicht zusteht, über das Leben von Tieren zu richten.

Eine spannende Reise

Und so begab sich Bettina auf eine spannende Recherche-Reise. Sie traf andere Veganer und Tierschützer, diskutierte mit Freunden, nahm an einer Demo gegen die Agrar-Industrie teil und sah auch einen Schweine-Mast-Betrieb von innen. In „Ich bin dann mal vegan“ lässt sie uns an dieser Reise teilhaben. Sie erzählt sehr ehrlich und mit viel Humor von ihrer Wandlung.

Ich selbst habe das Buch an einem Tag durchgelesen und natürlich hat es mich nachdenklich gestimmt. Schon als ich damals mit Dennis von Meine kleine Farm sprach, um eine Geschichte für die HÖRZU zu schreiben, mochte ich kaum zuhören, als er erzählte, wie Schweine in Massentierhaltung leben – oder vielmehr leiden. Es lohnt sich in jedem Fall, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Auch wenn viele dazu neigen, lieber die Augen davor zu verschließen.

Und nicht nur aus diesem Grund, kann ich „Ich bin dann mal vegan“ nur empfehlen. Es liest sich spannend und unterhaltsam und liefert eben auch ein paar Wahrheiten, die uns alle angehen.

In diesem Sinne: Unterhaltsames Wochenende 🙂

Veröffentlicht von

Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

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