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Das Glück ist eine Farbe – Besuch bei den Shabby-Sisters

Waren Sie schon mal in Lensahn? Nicht? Dann wird es aber höchste Zeit. Lehnsahn liegt nicht nur einen Steinwurf von der Schleswig-Holsteinischen Ostsee-Küste entfernt und lässt sich so ganz hervorragend mit einem Strandtag kombinieren – viel wichtiger ist, dass hier die Shabby-Sisters zu Hause sind.

Shabby-Sisters in Lensahn

Shabby-Sisters in Lensahn

Shabby-Sisters, das sind nicht etwa zwei schäbige Schwestern, wie die beiden miesen Dinger bei Aschenputtel. Nein, keineswegs. Es handelt sich vielmehr um den bezaubernden kleinen Laden von Sandra Schultze. Nun ist es natürlich denkbar, dass Sie grad nicht die Möglichkeit haben, nach Lensahn zu fahren, weil Sie vielleicht arbeiten müssen oder gar in Süddeutschland leben. Kein Problem: nic war natürlich längst vor Ort und hat sich umgesehen. Denn Sandras Laden hat – neben dänischer Mode – noch etwas ziemlich Exklusives im Angebot, das so in Deutschland nicht an jeder Ecke zu haben ist. Etwas, das Do it yourself-Fans ziemlich rasant süchtig macht und handwerklich-uninteressierte in kürzester Zeit zu Do it yourself-Fans – und in Folge dessen – süchtig.

Die Shabby-Sisters und Annie Sloans Chalk Paint

Annie Sloans Chalk Paint

Annie Sloans Chalk Paint

„Wie jetzt?“, werden Sie nun vielleicht sagen, „Eine Farbe?  Und dafür der ganze Aufriss? Dafür fährt man nach Lensahn und dafür verliert nic so viele Worte?“ Die Antwort lautet: „Jo! Eine Farbe“ Aber nicht irgendeine Farbe. Wäre Annie Sloans Chalk Paint irgendeine Farbe, die man in jedem Baumarkt bekommt, hätte ich sicher keinen Blogbeitrag dazu verfasst und dann hätte Sandra dieser Farbe auch keine neue Heimat in Lensahn gegeben. Chalk Paint ist, wie der Name schon sagt, eine Farbe auf Kreide-Basis. Es gibt sie in vielen, wunderschönen Farben. Und vor allem kann man damit quasi alles (in Worten: ALLES) aufmotzen. Holz, Beton, Glas, Plastik … Aber zurück zu Sandra

Auf die Farbe gekommen

Shabby-Sisters

Shabby-Sisters

Bis vor wenigen Monaten verkaufte sie ausschließlich Klamotten, feine, dänische Mode und war damit soweit auch ganz glücklich. Als sie die Möglichkeit bekam, den kleinen Laden im vorderen Teil ihres Hauses zu beziehen, machte sie sich auf die Suche nach Farben, um die Räume zu renovieren. „Ich hatte vorher einen Raum, der recht dunkel war. Mein neuer Laden sollte hell und im skandinavischen Stil gestaltet werden“, erzählt sie bei unserem Besuch. Im Internet stieß Sandra auf die Farben von Annie Sloan und war sofort begeistert. Zunächst bestellte sie nur Farbe für die Renovierung ihres Ladens. Doch schnell kam auch der Gedanke, die Chalk Paint selbst zu verkaufen. Gar kein leichtes Unterfangen, wie sich herausstellte. „Nach meiner Bewerbung hörte ich sehr lange gar nichts“, erzählt Sandra, „irgendwann erfuhr ich dann aber, dass Annie Sloan tatsächlich über jeden Shop, der ihre Farbe weltweit anbietet, selbst entscheidet.“ Insgesamt vergingen vier Monate, bis Sandra die Chalk Paint selbst im Laden stehen hatte. Und das Warten sollte sich lohnen. „Es hat mir immer Spaß gemacht, Mode zu verkaufen. Aber erst diese Farbe macht mich richtig glücklich“, erklärt sie und strahlt über das ganze Gesicht. „Es ist unglaublich, wieviele Rückmeldungen ich von den Kunden bekomme. Viele schicken mir Fotos von den Stücken, die sie damit aufgearbeitet haben und lassen mich dadurch so an ihrer Freude teilhaben.“ Natürlich hat Sandra seit der Umgestaltung von Laden und Sortiment den Pinsel auch nicht wieder aus der Hand gelegt. Die zweifache Mutter ist immer auf der Suche nach alten Möbel- oder Deko-Stücken, die sie aufarbeitet und dann im Laden verkauft.

Idiotensicher in der Verarbeitung

Sandra Schultze in ihrem Laden

Sandra Schultze in ihrem Laden

Das Besondere an Annie Sloans Chalk Paint ist nicht nur der tolle Look, den man damit erzeugt. Die Farbe lässt sich auch auf lackierte Möbel auftragen, ohne dass diese vorher abgeschliffen werden müssen. Sie ist leicht zu verarbeiten, tropft kaum, trocknet schnell und ist fast geruchsfrei. Mit anderen Worten: idiotensicher zu verarbeiten. Wer trotzdem noch Hilfe oder Anregungen braucht, kann bei den Shabby-Sisters aber auch einen der Chalk-Paint-Workshops besuchen, in denen Sandras Partnerin – und somit die zweite Shabby Sister – Kim Bahr die Grundtechniken vermittelt. Sie ahnen es schon: nic selbst ist längst infiziert. Natürlich habe ich bei Sandra einen Teil meines Taschengeldes in eine anständige Menge Chalk Paint investiert und im Geiste sind schon diverse Möbel-Stücke neu-gestaltet. Schließlich bin ich ein großer Fan davon, Dinge selbst anzupacken und umzugestalten – allerdings hatte ich schon oft beeindruckende Kämpfe mit herkömmlichen Lack- oder auch Binderfarben. Ich sag mal: nic hat quasi auf Chalk Paint gewartet. Und genau deshalb muss ich an dieser Stelle auch zu einem Ende kommen. Es gibt viel zu tun, malen wir es an! Für Sie und euch habe ich aber noch ein paar Impressionen von den Shabby Sisters. Sowie natürlich den Link zu Sandras Laden, wo man die Farbe auch bestellen kann, und ihrer Facebook-Seite. In den nächsten Tagen folgen dann exklusive Berichte von meinen ganz persönlichen Erfahrungen mit der Chalk Paint. In diesem Sinne: dekorativen Nachmittag allerseits 🙂

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Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

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