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Miese Laune? Wenn nicmag mal was nicht mag …

Es dürfte sich ja inzwischen rumgesprochen haben, dass nicmag nicht ohne Grund nicmag heißt. Wer hier aufschlägt weiß, er bewegt sich im Bereich des Mögenswerten. Also dessen was nic mag. nicmag ist eben das MAGazin für die Dinge, die nic mag. So weit so gut. Nun meinte kürzlich jemand, es wäre ja total schade, dass ich nur über Dinge (in diesem Fall Bücher) schreibe, die ich mag. Ich fragte freundlich nach, warum dieser Umstand ein Problem darstelle? Und bekam folgende Antwort: Man kann doch auch in einem Blog über Bücher oder andere Dinge reden, die man persönlich nicht mag. So bleibt es doch interessant, oder?“

Das Konzept nicmag

Nun, selbstverständlich kann man das tun. Das Konzept dieses kleinen Blogs ist aber ein anderes. Und wenn ich schon so direkt darauf angesprochen werde, nutze ich doch die Gelegenheit, mal etwas zum Konzept nicmag abzusondern, das mir schon länger im Gehirn rumspukte. Es ist nämlich so, dass ich durchaus Gründe dafür habe, hier über Dinge zu schreiben, die ich mag. Nehmen wir zunächst mal die Idee, über Bücher zu schreiben, die ich nicht mag. Kann man, wie gesagt, machen, möchte ich aber nur in Ausnahmefällen. Zum Einen liegt es daran, dass es meines Erachtens schon reichlich Menschen und Orte gibt, die NUR über das reden oder schreiben, was sie blöd finden. Das Wetter, schlechte Bücher, hohe Benzinpreise, eitrige Pickel … es gibt viele widerliche Dinge im Leben und noch mehr Menschen, die sich mit Vorliebe dazu äußern. Deshalb bin ich ein bisschen der Meinung, dass ich das nicht zwingend auch noch tun muss. Ich schwimme hier also ein bisschen gegen den Strom. Abgesehen davon finde ich, dass schlechte Bücher Zeitverschwendung sind. Wenn ich also schon meine Zeit damit verschwendet habe, ein schlechtes Buch zu lesen, oder zumindest Teile davon, will ich nicht noch mehr Zeit und Energie damit verschwenden, auch noch darüber zu schreiben. So viel Einsatz hat ein schlechtes Buch doch gar nicht verdient.

Hat nic denn nie schlechte Laune?

So weit ist vermutlich auch dieser Ansatz klar. Nun fragen sich vielleicht einige Leser: Hat die denn nie schlechte Laune? Findet die denn nie irgendwas so ätzend, dass sie das auch mal in die Welt rausposaunen will? Ist ja schließlich auch nicht normal, dass jemand immer debil grinsend durch die Welt läuft, von Sonnenuntergängen und Katzenbabies schwafelnd 😉

schimpf

nic kann auch anders

Und ich sage euch: Natürlich hat nic auch mal schlechte Laune! Selbstverständlich gibt es reichlich Dinge, Begebenheiten und Umstände, die ich mehr als ätzend finde. Ich habe sogar die ganze Palette von Schimpfworten drauf, vielleicht sogar noch ein paar mehr … Trotzdem schlägt sich das hier nicht nieder, bzw. nur indirekt. So kann es natürlich passieren, dass ich mich kurzzeitig sehr über etwas ärgere. Wie zum Beispiel die respektlosen Kommentare einiger Teilnehmer und Fans der Blog-WM, an der ich ja vor einer Weile teilnahm. Ein gutes Beispiel. Denn damals setzte ich mich tatsächlich hin und wollte darüber schreiben, wie ätzend es ist, dämlich rumzusticheln und andere schlecht machen zu wollen. Während ich den Text aber schrieb, entstand etwas neues. Ich dachte darüber nach, wieviele Menschen mir halfen und wieviele total fair waren in dem Wettbewerb. Und so wurde es ein Text mit dem Titel Danke Welt – das „Auskotzen“ war am Ende nur noch ein kleiner Randaspekt und mir ging es richtig gut, weil ich mich so über all die netten Menschen freute.

nicmag hebt die Laune

Diese Haltung ist im Leben generell sehr förderlich, soviel habe ich gelernt in den Jahren, die ich hier auf der Erde bisher zugebracht habe. Sehe ich das Positive, geht es mir gut, das Negative hat gleich nicht mehr ganz so viel Kraft. Astreine Sache, wie ich finde. Nehmen wir ein anderes Beispiel, ich bin vielleicht traurig oder nicht so gut drauf. Manchmal setze ich mich dann hin und schreibe etwas für nicmag, etwas Schönes, ich sortiere meine Gedanken, bringe sie zu Papier auf den Bildschirm und, was soll ich sagen, meistens klart der Himmel dann auf. Es hilft mir, Geschichten aufzuschreiben, hinterher geht es mir besser. Nicmag hat also auch therapeutische Wirkung. Zumindest auf mich. Aber: darum geht es hier schließlich auch. Um nic, also mich, und die Dinge, die ich mag. Wer das nicht mag, kann sich ja gern einen der dreimillionen anderen Blogs aussuchen. Es ist ja wirklich für jeden das richtige dabei 🙂 Ist das nicht toll? 😀

Zum Abschluss verrate ich euch aber auch noch ein Geheimnis. Es kommt nämlich ab- und zu durchaus vor, dass auch ich mal über Sachen schreibe, die ich sch… finde. Die Sache mit den Hackern kürzlich zum Beispiel. Manchmal lagere ich solche Themen aber auch einfach aus. Zum Beispiel ins Elternhandbuch, da werde ich schon mal etwas deutlicher. So geschehen bei dieser Geschichte.

Fazit: nicmag ist ein Gute-Laune-Blog und das soll auch so bleiben. Es macht mich glücklich. Danke, dass ihr in dieser Sache bei mir seid. Aber: Ausnahmen bestätigen die Regel. In diesem Sinne: Launigen Tag allerseits und ein persönlicher Dank an Katilein, die mich gewissermaßen zu diesem Text inspiriert hat 😉

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Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

2 Kommentare

  1. Und ich mag nicmag. Sehr sogar! Und dass Nic heute viel öfter gute als schlechte Laune hat. Und viel mehr lacht! Und dass hier schöne Geschichten Platz finden, die in der hoch offiziellen Medienwelt meist unentdeckt bleiben. Weiter so!

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    • Kremit – you made my day! Das Tolle ist ja nicht nur, dass ich viel öfter gute als schlechte Laune habe, sondern auch schon in den frühen Morgenstunden 😀 Und ich freu mich schon darauf, mir das weltschönste Pferde-Baby anzuschauen!

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