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Slim Belly der Selbstversuch (6) – seid nett zueinander!

Nein, sie sehen kein aktuelles Bild, statt dessen habe ich mal wieder im Archiv gewühlt, um eins von damals rauszukramen. Denn es ist schon wieder ein Dienstag, schon wieder Zeit für die Slim-Belly-News bei nicmag und frische Bilder gibt es erst nächste Woche wieder. Ich musste tatsächlich erst nachgucken, wieviele Wochen der brummende Gürtel mich jetzt begleitet. Will sagen: Er ist Alltag geworden, er gehört einfach dazu. Er und natürlich der Sport. Was ein bisschen gleichzusetzen ist mit einem neuen Leben. Oder besser gesagt, einem Leben, das ich schon mal hatte und mir lange zurückgewünscht habe. Ein Leben, in dem Sport selbstverständlich ist.

Jeder wie er mag!

Nun gibt es natürlich Menschen, die das überhaupt nicht nachvollziehen können. Macht nichts. Jeder soll ja so glücklich sein wie es ihm gefällt. Der aufmerksame Leser merkt es schon: nic kommt heute eher philosophisch daher. Also schnell zu den Fakten, bevor ich noch etwas Grundsätzliches ansprechen möchte. Wichtigste Veränderung der letzten sieben Tage war, dass ich einen Tag mehr im Büro verbringe und dadurch tendenziell einen Tag weniger für Sport habe. Das heißt, am Donnerstag vergangener Woche fuhr ich 40 Min. auf dem Ergometer durch die Gegend, weitere 45 Minuten schloss ich mich einem lustigen Trüppchen an, das sich jede Woche zum Fitness-Zirkel an den Geräten des Studios trifft.slimbelly hinten Beim Gerätetraining ist der Slim Belly tendenziell störend, ich trug ihn also nur beim Radeln. Heute dann endlich mal wieder Hot Iron, das ist und bleibt einer meiner Lieblingskurse. Während mir das Brummen des Slim Belly schon gar nicht mehr auffällt, gucken einige Sportskolleginnen ab und zu noch verwundert, wenn er brummt, andere tragen selbst einen und scheinen auch sehr zufrieden damit. Auch über meine Anwesenheit wundert sich inzwischen keine mehr. Durfte ich mir vor ein paar Wochen noch regelmäßig anhören: „Duuu warst aber lange nicht hier“, heißt es jetzt eher, „du bist jetzt aber wieder regelmäßig da.“ Und dann kam er, der goldene Satz: „Du, ich finde, man sieht schon richtig was. Darf ich das sagen?“ Natürlich durfte sie. Wer würde das nicht gern hören? Wir freuten uns beide und erinnerten uns an eine andere Dame, die da weniger positiv eingestellt war. Eine, die mir irgendwann mal spontan an den Kopf geknallt hatte, dass ich ja doch gaaaaanz schön zugelegt hätte.

Wir müssen nicht alles verstehen …

Und die gar nicht wieder mit dem Thema aufhören wollte. Sie folgte mir damals sogar bis in die Örtlichkeit des Studios, um durch die Trennwand zu fragen: „Wieviel hast du denn eigentlich zugenommen? Ist ja echt ganz schön viel, oder?“ Ja, wirklich bezaubernd, solche Menschen. Wer würde sich nicht freuen, nochmal ganz direkt auf etwas hingewiesen zu werden, das er sonst gar nicht bemerkt hätte … Doch mal im Ernst: Was sind das für Menschen? Warum machen die das? Hatten die eine schlimme Kindheit? Wir werden es vermutlich nicht erfahren. Genauso wenig, wie wir je verstehen werden, dass es Zehnjährige gibt, die ihren Klassenkameradinnen an den Kopf knallen, dass sie hässlich seien …
Eins allerdings können wir tun: Wir können selbst anders durch die Welt laufen. Natürlich muss man niemanden anlügen und behaupten, er, sie, es sähe toll aus, wenn dem nicht so ist. Aber es ist ziemlich einfach, jemandem etwas Nettes zu sagen oder ihn einfach anzulächeln. Das macht nicht nur den anderen ein bisschen glücklicher, man fühlt sich auch selbst gut!dips Fast so, als hätte man grad diese widerliche Übung für die Oberarme erfolgreich hinter sich gebracht, die Maren so liebt. Dips nennt sie das. Hat natürlich nichts mit Essen zu tun, soll aber dafür schicke Arme machen. Und tut es auch, wenn man es oft genug macht. Und wer keinen Stepper hat, nimmt einfach einen Stuhl, die Badewanne oder, oder 😉 Ich verspreche Ihnen und euch, ihr werdet die Übung hassen, aber das ist sie wert. Und nächste Woche gibt es dann wieder Fakten, Fakten, Fakten. Mal schauen, ob das geschulte Auge meiner Sportskollegin die Wahrheit gesehen hat 🙂

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Nic arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Journalistin für diverse große Zeitschriften. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. NicMag gibt diesen Geschichten jetzt auch virtuell Raum. Und bietet somit die Möglichkeit, auch über Hintergründe und Themen zu schreiben, für die im Print nicht immer genug Platz war und ist.

4 Kommentare

  1. Ich finde es einfach klasse, wie du das durchziehst! Ich habe mich gestern erstmal durch deinen Selbstversuch gezappt… 😉
    Ich denke, dass jeder Spaß an Sport und regelmäßiger Bewegung finden wird – wenn er nur ehrlich in sich hineinhorcht. Ich war über Jahrzehnte bekennender Sportmuffel – und fühle mich inzwischen in meiner Rehasportgruppe wie in einer lustigen Kindergartentruppe. Einfach herrlich!
    Viel Spaß weiterhin,
    das wünscht dir Christina

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  2. Dank dir, Christina! Genau so ist es. Etwas für sich zu tun, sich zu bewegen, setzt Glückshormone frei. Man geht anders durchs Leben. Ein paar Kilo mehr oder weniger sind da eigentlich zweitrangig. Ich finde runde, dynamische Personen wesentlich attraktiver als dünne, lethargische. Die Freude ist es, die zählt, und die Haltung. Wenn ich regelmäßig Sport treibe, gehe ich ganz anders durchs Leben. Grader, selbstbewusster, fröhlicher 🙂

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